Salomon (Solomon), Salomon Schwarzenberger wurde am 13.06.1874 in Thundorf geboren und lebte in Thundorf in Unterfranken, Maßbach, Bamberg, Heidingsfeld (Würzburg), New York.
Seine Eltern waren Schwarzenberger Isaak (22.12.1831–27.03.1912) und Schwarzenberger Jette geb. Heilmann (24.08.1837–03.02.1919).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Schwarzenberger Hannchen geb. Lehmann, die Ehe wurde am 1899 geschlossen.
Seine Kinder waren Selig Lina geb. Schwarzenberger (08.12.1899–20.11.1947), Schwarzenberger Ira geb. Isidor (Isy) (21.03.1912–31.10.1991), Schwarzenberger Martha (21.08.1901), Schwarzenberger Sam geb. Semi (21.08.1903–06.04.1998) und Schwarzenberger Fritz (25.02.1905–06.11.1963).
Er starb am 05.11.1948 in New York.
Die Grabstätte befindet sich im "New York - Queens, Mount Carmel Cemetery".
Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. Salomon (Solomon) Schwarzenberger wurde als jüngstes von fünf Kindern in der Händler- und Bauernfamilie Isaak und Jette Schwarzenberger in Thundorf, Kreis Bad Kissingen, geboren. Die kleine Jüd. Gemeinde des Ortes löste sich bereits 1887 auf. [1023] Unter den Abwanderern in die Region waren anscheinend auch seine Eltern. Salomon besuchte dementsprechend die Jüd. Volksschule in Maßbach, dann drei Jahre eine Fortbildungsschule in Bamberg. Er leistete seinen Militärdienst in einer bayerischen Infanterieeinheit. Nach seiner kaufmännischen Ausbildung und erster Berufstätigkeit trat er 1896 in das Manufakturwarengeschäft seiner Schwester Mina Bergenthal in Heidingsfeld ein. Ab 1899 war er hier mit Hannchen geb. Lehmann verheiratet, mit der er fünf Kinder großzog. 1899 eröffnete er auch ein eigenes Textilwarengeschäft am Marktplatz in Würzburg, das er 1913 in das erworbene Anwesen Klosterstraße 3 in Heidingsfeld verlegte. Um 1907 erhielt er das Bürgerrecht in Heidingsfeld. Salomon Schwarzenberger war langjähriger Vorsitzender der Kultusgemeinde Heidingsfeld (Israelitische Kultusgemeinde); er übernahm dort Rabbinerfunktionen. NS-Zeit: Nach dem Anschluss der Heidingsfelder Gemeinde an die IKG Würzburg (1937) Mitglied in deren Kultusverwaltung. Mit seiner Frau war er Mitglied im Kulturbund Deutscher Juden Würzburg. Das Mode- und Manufakturwarengeschäft "S. Schwarzenberger" in Heidingsfeld, das 1929 sein 30jähriges Firmenjubiläum begangen hatte, [1023] ging bis 1934 anscheinend sehr gut; neben den Ortsansässigen versorgte es auch viele Arbeiter und Bauern aus der Umgebung. Wirtschaftliche Verfolgungsmaßnamen schlossen sich an: Juni 1938 Anzeige wegen Öffnung an Sonntagen etc.; im August "Arisierung" des Familienbetriebs. Salomon und Hannchen Schwarzenberger emigrierten 1939/40 nach New York. [1016] Der ab 1947 verwitwete "Solomon Schwarzenberger" starb Ende 1948. Die Gräber der Familie befinden sich im Mount Carmel Cemetery im Stadtbezirk Queens. [1065] Quellen: -ancestry.com (Bayerisches Hauptstaatsarchiv; Kriegstammrollen; UK, Outward Passenger Lists: 30.01.1940 Liverpool - New York)) -jewishgen.org (German Special Interest Group of JewishGen, North Bavarian Jews: Date of Departure: 13 Aug 1939, Destination: Brooklyn, New York).