Isaak Schwarzschild (1872 - 1939)

Isaak Schwarzschild wurde am 17.07.1872 in Dertingen geboren und lebte in Dertingen, Mannheim, Würzburg.

Seine Eltern waren Schwarzschild Jakob (31.07.1840–28.06.1912) und Schwarzschild Mathilde geb. Fleischmann (13.07.1841–07.08.1916).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Schwarzschild Jeanette geb. Regensburger, die Ehe wurde am 1899 in Würzburg geschlossen.

Seine Kinder waren Bruckheimer (Brückheimer), Brückheimer Irma geb. Schwarzschild (12.11.1900–14.02.1991) und Schwartz Fred geb. Schwarzschild, Fritz (24.07.1911–08.09.2002).

Er starb am 18.04.1939 in Würzburg.

Weitere Angaben aus den Quellen: Der Schmiedemeister Isaak Schwarzschild stammte aus Dertingen im nördlichen Baden-Württemberg, wo er eine über 100jährige Berufstradition der Familie [1023] fortsetzte. Nach seiner Schul- und Berufsausbildung leistete er von 1892 bis 1894 seinen Militärdienst in Mannheim. Er arbeitete zunächst bei seinem Vater Jakob in Dertingen. 1903 ließ er sich mit seiner jungen Familie in Würzburg nieder. Die Schmiede im seinem eigenen Anwesen in der Burkarderstraße 4 war spezialisiert auf Hufbeschlag und Wagenbau. Der hünenhaft gebaute und fachlich hochangesehene Isaak Schwarzschild war eine stadtbekannte Persönlichkeit. 1915/16 Kriegsdienst, -teilnehmer als Oberschmied. 1916 erhielt er das Bürgerrecht der Stadt Würzburg. [1016] NS-Zeit: Isaaks Kinder Irma (Bruckheimer) und Fritz (Fred Schwartz) konnten nach New York emigrieren. Isaak musste seinen Betrieb Anfang 1939 aufgeben. Bei Rückbauarbeiten verunglückte er im April 1939 tödlich. Seine Frau Jeanette musste 1940 das Haus der Familie räumen und in ein "Judenhaus" ziehen; 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.