Luise Schwerin geb. Sturm (1879 - 1942)

Luise Schwerin geb. Sturm wurde am 07.11.1879 in Burghaslach geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Burghaslach, Krasniczyn, Raum Lublin, Würzburg, Dortmund, Frankfurt am Main, Fürth, Paris, Aschaffenburg. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Sturm Isaak (23.09.1847–26.02.1921) und Sturm Ricka geb. Uffenheimer (um 1850).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Schwerin Friedrich, die Ehe wurde am ?1919 in Burghaslach geschlossen.

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Luise Schwerin wuchs in der Händlerfamilie Isaak und Ricka Sturm in der mittelfränkischen Marktgemeinde Burghaslach auf. Sie besuchte die Jüd. Volksschule in Burghaslach und absolvierte dann eine Lehrerinnen- und Sprachausbildung (Französisch, Englisch) an der Höheren Weiblichen Bildungsanstalt (Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasium) in Aschaffenburg. 1898 legte sie dort ihre Prüfung als Lehrerin ab und arbeitete dann als Hauslehrerin in Dortmund sowie als Praktikantin und Lehrerin an der Jüd. Volksschule in Burghaslach und der Stein´schen Höheren Privat-Töchterschule in Fürth. Später war sie als Erzieherin im In- und Ausland tätig. 1904 arbeitete sie in Paris und die Zeit des Ersten Weltkriegs verbrachte sie in Frankfurt am Main. 1919 (1914?) heiratete sie Friedrich Schwerin, mit dem sie 1923 nach Würzburg zog. NS-Zeit: Nach einer langen Erkrankung gab die verwitwete Frau ab 1939/40 Englischunterricht zur Vorbereitung der Emigration, besonders für ältere Personen, die eine Lehrkraft ihres Alters vorzogen. Sie wohnte zu dieser Zeit bei der Familie ihrer Schwester Ella Münster in der Sartoriusstraße 4. Luise Schwerin musste diese Wohnung aufgeben und in das "Jüd. Unterkunftsheim" in der Bibrastraße 6 ziehen. [1016] Im November 1941 musste sie die Deportation ihres Bruders Salomon Sturm von Würzburg nach Riga erleben. Am 25.April 1942 wurde sie selbst mit der Familie Münster nach Krasniczyn deportiert [1056] und in der Folgezeit ermordet. Ihr Neffe Herbert Sturm widmete ihr eine wikien(Page of Testimony) für die nationale Gedenkstätte Yad Vashem; [1005] vor ihrer Wohnung in der Friedenstraße 44 wurde ein Stolperstein verlegt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.