Anna Sichel geb. Goldschmidt wurde am 28.08.1859 in Mainbernheim geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Mainbernheim, Mannheim, Würzburg, Frankfurt am Main, Ghetto Theresienstadt, Vernichtungslager Treblinka. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Goldschmidt Louis (06.03.1823–21.01.1895) und Goldschmidt Rosa geb. Neumark (27.06.1836–21.07.1893).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Sichel Amson, die Ehe wurde am 1879 in Mannheim geschlossen.
Ihr Kind war Sichel Hugo (19.12.1880–?1942).
Sie starb am 1942 in Treblinka.
Weitere Angaben aus den Quellen: Anna Sichel wuchs in der Weinhändlerfamilie Louis und Rosa Goldschmidt in Mainbernheim, Kreis Kitzingen, und der Stadt Mannheim auf. Sie war ab 1879 in Würzburg mit dem Tuchgroßhändler Amson Sichel, Mitinhaber der führenden Firma "Klau & Sichel", verheiratet; 1880 wurde ihr Sohn Hugo Sichel geboren. Anna Sichel war bereits ab 1901 verwitwet. Es ist anzunehmen, dass sie bis zur Übergabe an ihren Sohn in der Familienfirma mitarbeitete. NS-Zeit: Anna Sichel war Mitglied im Kulturbund Deutscher Juden Würzburg. Sie zog im Herbst 1937, nach der "Arisierung" der Firma, allein in Würzburg zurück und lebte hier bis 1939 im Familienanwesen Bismarckstraße 13, zeitweise aber auch bei der Familie ihres Sohnes in Frankfurt am Main. [1078] Ab Mai 1941 war sie im Heim Konradstraße 3 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung in Würzburg untergebracht, kam aber im September 1941 nach Frankfurt, in ein Jüd. Altersheim. Sie musste dort im Oktober 1941 die Deportation ihres Sohnes und seiner Frau erleben. Die fast 83jährige Anna Sichel wurde am 18.August 1942 nach Theresienstadt deportiert, [1064] von dort nach wenigen Wochen ins Vernichtungslager Treblinka. [1027].