Hugo Sichel wurde am 19.12.1880 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Frankfurt am Main, Ghetto Litzmannstadt, unbekannt (Holocaust). Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Sichel Amson (14.07.1850–24.03.1901) und Sichel Anna geb. Goldschmidt (28.08.1859–1942).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Sichel Marthe geb. Sußmann, die Ehe wurde am 1904 in Würzburg geschlossen.
Sein Kind war Stiefel Margot geb. Sichel (02.12.1912).
Er starb am ?1942 in unbekannt (Holocaust).
Weitere Angaben aus den Quellen: Hugo Sichel wuchs in der Kaufmannsfamilie Amson und Anna Sichel in Würzburg auf. Er trat nach seiner Schul- und Berufsausbildung (großteils in Würzburg; 1897/98 auswärts) in die führende elterliche Tuchgroßhandlung "Klau & Sichel" ein (Theaterstraße 21, später Kaiserstraße 26); Teilhaber, später mit Hermann Kleemann. 1907 erhielt er das Bürgerrecht und Heimatrecht der Stadt Würzburg. I. Weltkrieg: 1914-1918 Kriegsdienst, -teilnehmer; Rechnungsführer. Ausgezeichnet mit dem Ludwigskreuz (König Ludwig-Kreuz) und der Rotkreuzmedaille. Ehrenamt: Mitglied städtischer Armenrat (1919?), Industrie- und Handelskammer (bis 1933), Vorstandsmitglied Deutsche Demokratischen Partei in Würzburg; er leitete den Finanz- und Sekretariatsausschuss. Hugo Sichel gehörte auch in der Kultusgemeinde zu den führenden Vertretern des liberalen Flügels. NS-Zeit: Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg (Kulturbund Deutscher Juden). Nach der "Arisierung" seiner Firma zog er im September 1937 mit seiner Frau Martha nach Frankfurt am Main. In seiner Frankfurter Wohnung lebte zeitweise auch seine seit langem verwitwete Mutter Anna Sichel. Hugo und Martha Sichel [1064] wurden am 20.Oktober 1941 von Frankfurt nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert. [1003] Hugos greise Mutter wurde im August 1942 von Frankfurt nach Theresienstadt deportiert.