Jakob Sichel wurde am 19.02.1875 in Veitshoechheim geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Veitshöchheim, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Sichel Babette (Barbara) geb. Blümlein (?13.03.1850–?20.01.1883) und Sichel Simon (03.01.1847–23.12.1911).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Sichel Ella geb. Sichel, die Ehe wurde am 1907 geschlossen.
Er starb am 23.01.1943 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann, Gärtner; Privatier. Jakob Sichel stammte aus der kinderreichen Familie des Kaufmanns und Landwirts Simon Sichel in Veitshöchheim bei Würzburg; seine Mutter war dessen erste Ehefrau Babette geb. Blümlein. Jakob war ab 1899 in Würzburg ansässig; Mitgründer, Teilhaber der bedeutenden Familienfirma "Gebrüder Sichel" (Leinen, Weißwaren, Wäschefabrik) mit Karl Sichel. 1907 erhielt er das Bürgerrecht und Heimatrecht der Stadt Würzburg. I. Weltkrieg: Sanitätsdienst; ausgezeichnet mit dem bayerischen König Ludwig-Kreuz. Nach seinem Ausscheiden aus der Familienfirma (um 1917) war Jakob Sichel selbständiger Gärtner und Privatier. Ehrenamt: Ab 1915 bis zu seinem Ausschluss durch das NS-Regime 1934 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und der Sanitätskolonne Würzburg. Er unterstützte die Deutsche Demokratische Patei. Mitglied in einem jüd. Wohlfahrtsverein. NS-Zeit: Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg (Kulturbund Deutscher Juden. Im Novemberpogrom 1938 wurde Jakob Sichel wie zahlreiche jüd. Männer in Würzburg festgenommen - und bestohlen, was er anzeigte; nach rund zehn Tagen wurde er aus dem KZ Buchenwald entlassen. Er musste im Dezember 1940 sein Anwesen in der wuerzburgwikidede(Hofmeierstraße) räumen; es ging an einen Hitlerjugend-Führer über. Sein letztes Vermögen wurde ihm mit einem "Heimeinkaufsvertrag" für Theresienstadt zu rund 50 000 Reichsmark geraubt. Von der letzten engen Unterkunft im Gebäude des Jüd. Friedhofs an der Faulenbergstraße wurde das kinderlose Paar Jakob und Ella Sichel am 23.September 1942 nach Theresienstadt deportiert. [1061] Mit ihnen transportiert wurden auch Jakobs Bruder Karl und Ellas Mutter Sofie Sichel. Jakob Sichel kam im Januar 1943, einige Wochen vor seiner Frau, mit 67 Jahren in Theresienstadt ums Leben. [1027].