Laura Sichel geb. Mainzer (1879 - 1943)

Laura Sichel geb. Mainzer wurde am 09.11.1879 in Gaukönigshofen geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Gaukönigshofen, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Gemünden am Main. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Sichel Nathan.

Sie starb am 13.07.1943 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Laura Sichel stammte aus der kinderreichen Familie Hess und Jeanette Mainzer in Gaukönigshofen, Kreis Würzburg. [1066] Ihre Vorfahren waren dort schon um 1800 ansässig. Unter den 24 jüd. Matrikelstellen ab 1817 finden sich in Gaukönigshofen auch die von "Aron Moses Mainzer (Schnitt- und Spezereiwarenhandel)" und "Abraham Moses Mainzer (Vieh- und Warenhandel)". [1023] (Bayerisches Judenedikt von 1813.) Auch ihre Brüder Felix, Heinrich und Max waren im Viehhandel tätig. Ihr ältester Bruder August war hingegen Rechtsanwalt. Laura war nach 1900 mit dem Kaufmann Nathan Sichel in der Kleinstadt Gemünden am Main, Kreis Main-Spessart, verheiratet; Mutter von Alice. NS-Zeit: Wohl nach den Ausschreitungen in Gemünden im Novemberpogrom 1938 suchte das Ehepaar in Würzburg Zuflucht. Bei der Volkzählung 1939 wurde es mit einer Reihe anderer jüd. Personen in der damaligen Ludendorffstraße 23 (Rottendorfer Straße) registriert. Laura und Nathan Sichel waren ab Oktober 1939 im Heim Konradstraße 3 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung untergebracht. Am 23.September 1942 wurden beide nach Theresienstadt deportiert. [1061] Laura musste dort im Januar 1943 den Lagertod ihres Mannes erleben. Sie selbst kam im Juli 1943 mit 63 Jahren ums Leben. [1027] Ihre in die USA emigrierte Tochter Alice Sichel, geb. Sichel, widmete ihr eine wikien(Page of Testimony) für die Gedenkstätte Yad Vashem. [1005].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.