Naftali Sonn geb. Hermann (1912 - 2002)

Naftali Sonn geb. Hermann wurde am 19.06.1912 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Frankfurt am Main, Dänemark, Frankreich, Palästina, Petach Tikwa, Tel Aviv, Bnei Berak.

Seine Eltern waren Sonn David (19.05.1871–12.07.1939) und Sonn Hedwig (Helene) geb. Salomon (02.10.1877–06.11.1932).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Sonn Lea geb. Daube, die Ehe wurde am 1939 in Bnei Brak geschlossen.

Seine Kinder waren Sonn Batya (06.07.1947), Nathanson Ayala geb. Sonn (14.02.1942) und Sonn David (30.07.1940).

Er starb am 20.04.2002 in Bnei Brak.

Weitere Angaben aus den Quellen: Naftali (Hermann) Sonn wuchs mit seinen älteren Geschwistern Moses, Berta und Semi in der Familie des Lehrers und Kultusbeamten David Sonn und dessen Frau Hedwig in Würzburg auf. Er besuchte hier die Oberrealschule bis zum Abitur 1931. Nach einem einjährigen Religionsstudium in Frankfurt am Main begann er im Mai 1932 ein Studium der Zahnmedizin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Mitglied im orthodoxen Jugendverein Esra (Jüdische Jugendbewegung). NS-Zeit: Hermann Sonn wurde schon im März 1933 mittels eines gegen Juden gerichteten Numerus Clausus vom Studium ausgeschlossen. Er emigrierte gleich nach dem "Judenboykott" vom 1.April 1933 nach Dänemark und versuchte, sein Studium fortzusetzen. Im Mai 1933 weiter nach Frankreich (Paris, dann Elsass); landwirtschaftliche Umschulung (Hachschara) in Fegersheim und Gertweiler. Im August 1934 reiste er nach Palästina aus. Nach Übergangsarbeiten im Baubereich und in der Bienenzucht war er als Briefträger in Petach Tikwa, dann Postbeamter in Tel Aviv tätig, schließlich von 1954 bis 1975 als Postdirektor in Bnei Brak, wo er auch seinen Ruhestand verbrachte. Ehemann von Lea (Daube) und Vater von vier Kindern. Naftali Sonn verstarb 2002 im Alter von 89 Jahren in Bnei Berak. [1066].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.