Jakob Stein (1866 - 1943)

Jakob Stein wurde am 24.12.1866 in Thüngen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Thüngen, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Stein Fanny geb. Weimann (?) (um 1840) und Stein Lämmlein (um 1835).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Stein Pauline geb. Stern.

Seine Kinder waren Stein Ludwig (24.04.1900–Sept. 1970) und Stein Isaak (um 1900).

Er starb am 08.06.1943 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Jakob Stein wuchs in der Landwirtsfamilie Lämmlein und Fanny Stein in Thüngen, Kreis Main-Spessart auf. Er arbeitete nach dem Besuch der Volksschule im elterlichen Betrieb mit, dem zeitweise (vor 1914) eine kleine Viehhandlung angegliedert war und übernahm schließlich den rund 20 Morgen (rund fünf Hektar) umfassenden Bauernhof. Ehemann von Pauline (Stern) und Vater von Ludwig und Isaak Stein. Ehrenamt: Jakob Stein war vor 1914 sechs Jahre Gemeinderat in Thüngen. Er leitete anscheinend auch längere Zeit den Wohltätigkeits- und Bestattungsverein (Chewra Kadischa) der Kultusgemeinde Thüngen (um 1924). [1023] NS-Zeit: Jakob wurde im Novemberpogrom 1938 festgenommen; nach einer Woche entlassen aus dem Gefängnis in der Kreisstadt Karlstadt. Er musste sein Anwesen räumen; der Zuzug nach Würzburg wurde ihm zunächst verweigert (Oktober 1939). Im Januar 1940 kam er auf Gesuch der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg mit seiner Frau Pauline in das Altersheim Dürerstraße 20. [1016] Am 23.September 1942 wurden beide nach Theresienstadt deportiert. [1061] Jakob Stein musste dort im März 1943 den Lagertod seiner Frau erfahren. Er selbst kam im Juni 1943 mit 76 Jahren ums Leben. [1027].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.