Siegfried Steinam wurde am 01.07.1883 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, München, KZ Dachau. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Steinam Isaak (05.03.1838–06.04.1891) und Steinam Karolina geb. Forchheimer (09.03.1850–23.02.1914).
Er starb am 05.05.1945, 05.05.1942 in KZ Dachau.
Weitere Angaben aus den Quellen: Siegfried Steinam wuchs als siebtes von neun Kindern der Kaufmannsfamilie Isaak und link(Karolina Steinam (Forchheimer)#30982) in Würzburg auf. Nach dem frühen Tod seines Vaters und dem Wegzug seiner Geschwister blieb er mit seiner jüngeren Schwester Klara bei der Mutter in Würzburg, mit der er das Familiengeschäft fortführte ("I. Steinam", Herrenbekleidung, im Wohnhaus am Marktlatz 20) I. Weltkrieg: 1915-1918 Kriegsdienst, -teilnehmer. Siegfried Steinam zog im Juli 1919 nach München. [1016] Ab Ende 1925 war er dort mit der (nichtjüd.?) Rosa Uebelein (*1894 Nürnberg) verheiratet. (Stief-)Vater von Elsa (*1912 Nürnberg) und Rudolf (*1914 Nürnberg). NS-Zeit: Noch in einem Verzeichnis jüd. Gewerbetreibender in München von 1938 findet sich Siegfried Steinam als Vertreter von Baumaterialien und Bürobedarf (Leopoldstraße 80 IV). Er wurde anscheinend erst spät deportiert (vermutlich wegen seiner "Mischehe") und wenige Tage vor Kriegsende ermordet. [1003] Siegfried Steinam verstarb kurz nach der Befreiung des KZ Dachaus durch US-Soldaten. Auch Siegfrieds Geschwister Rosa (Weinschenk), Edith (Valfer) und Klara (Königsdorf) wurden Opfer des Holocaust.