John Isi Steinberger geb. Isidor wurde am 05.05.1898 in Dettelbach geboren und lebte in Dettelbach, Würzburg, USA, Indianapolis, IN.
Seine Eltern waren Steinberger Hermann (27.03.1871–11.12.1942) und Steinberger Jette geb. May (08.03.1864–29.07.1942).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Steinberger Fanny geb. Kraus, die Ehe wurde am 1930 geschlossen.
Seine Kinder waren Steinberger Katie Clare geb. Käthe (08.08.1933–27.03.1990) und Clair Eva geb. Steinberger (15.12.1931).
Er starb am 15.01.1956 in Indianapolis.
Die Grabstätte befindet sich im "Indianapolis - B`nai Torah Cemetery".
Weitere Angaben aus den Quellen: John Steinberger (früher Isidor, Isi) wuchs in der Weinhändlerfamilie Hermann und link(Jette Steinberger (May)#31009) in der Kleinstadt Dettelbach, Kreis Kitzingen, auf. Er besuchte hier die Volksschule, dann sechs Klassen Realschule in Kitzingen und machte dann eine kaufmännische Lehre im dortigen Bankgeschäft Koschland. I. Weltkrieg: 1918 Kriegsteilnehmer; verwundet, ausgezeichnet. Nach dem Krieg führte Isidor mit seinem Vater und dem Bruder Gustav das Weingeschäft in Dettelbach; um 1925 umbenannt zur Firma "H. Steinberger & Söhne"). 1930 erfolgte die Geschäftsverlegung nach Würzburg; Isidor war nun Alleininhaber. Im gleichen Jahr heiratete er Fanny Kraus aus dem oberfränkischen Demmelsbach; 1931 und 1935 wurden in Würzburg die Kinder Eva und Käthe geboren. NS-Zeit: Isidor Steinberger arbeitete ab 1933 ohne Vertreter und führte die Geschäftsreisen durch ganz Deutschland bis Juni 1938 allein durch. Mitglied im Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Jüdischer Kulturbund (mit seiner Frau Fanny). Ab September 1938 ermittelte die Gestapo-Stelle Würzburg gegen ihn wegen des Verdachts der "Tarnung" einer jüd. Firma. (Untersucht wurde seine Zusammenarbeit mit der "Rheinischen Weinvertriebsgesellschaft Bloch & Co." in Berlin, die besonders adlige Kunden in Norddeutschland belieferte.) Das Verfahren wurde eingestellt. Nach der Auflösung seiner Firma emigrierte Isidor Steinberger mit seiner Familie Anfang Dezember 1938 in die USA; Überfahrt von Rotterdam nach New York auf dem Schiff "Nieuw Amsterdam". [1019] Sein Vater Hermann Steinberger wurde 1942 von Dettelbach deportiert. Im Holocaust ermordet wurden auch Isiors Geschwister Edmund, Else (Grünebaum) und Ruth (Schaumberg). "Isi John Steinberger" lebte mit seiner Familie ab 1940 in Indianapolis. Zu seinem 50.Geburtstag dort gratulierten ihm in einer Zeitungsanzeige seine überlebenden Geschwister Bertha Marx und Gustav. [1021] John baute nach Übergangsarbeiten zur Existenzsicherung ein erfolgreiches Importgeschäft mit europäischen Delikatessen auf. Er verstarb bereits Anfang 1956 mit 57 Jahren in Indianapolis und wurde dort im Friedhof Bnai Torah beigesetzt. Dem Nachruf für "John Isi Steinberger" zufolge war er schon in seiner Würzburger Zeit auf das Importgeschäft mit Weinen (Firma "Louvet") spezialisiert. [1065].