Bertha Steinhardt geb. Schloßmann wurde am 15.06.1882 in Oehringen geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Öhringen, Würzburg, Niederlande, Sobibor, Heerlen, Lager Westerbork, Cannstatt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Schlossmann Max (1852) und Schlossmann Therese geb. Herrmann (10.02.1857).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Steinhardt Martin.
Ihre Kinder waren Steinhardt Siegbert (04.11.1909–24.04.1942), Steinhardt Lise Beata (11.12.1910–31.05.1992) und Herzberg Nellie geb. Steinhardt (13.03.1913–13.01.1985).
Sie starb am 14.05.1943 in Sobibor.
Weitere Angaben aus den Quellen: Bertha Steinhardt stammte aus der Lehrerfamilie Max und Therese Schloßmann (Herrmann) in Öhringen [1023] und Cannstatt (1894; später Stuttgart-Bad Cannstatt) in Baden-Württemberg. Sie war ab etwa 1908 mit dem Kaufmann Martin Steinhardt in Würzburg verheiratet; zwischen 1909 und 1913 wurden hier ihre Kinder Siegbert, Lise und Nelly geboren. Die ab 1928 verwitwete Frau arbeitete mit ihrem Sohn Siegbert im Familiengeschäft "Sonnenberg & Steinhardt" (Elektroartikel) mit; Mitinhaberin bis 1932. NS-Zeit: Bertha Steinhardt war Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg (Kulturbund Deutscher Juden). Sie emigrierte im März/April 1939 mit Siegbert nach Holland [1016] und lebte dort in der Stadt Heerlen [1026]. Ihr Sohn verstarb hier im April 1942. Bertha Steinhardt wurde im Mai 1943 vom Sammellager Westerbork nach Sobibor deportiert und nach der Ankunft ermordet. [1003] Gedenken: Vor dem Wohnhaus der Familie Steinhardt in der Ludwigstraße 10 1/2 wurde 2007 ein Stolperstein verlegt. Für Bertha und Siegbert Steinhardt wurden auch in ihren niederländischen Wohnort Heerlen Stolpersteine verlegt.