Ferdinand Steinhardt wurde am 28.12.1874 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, KZ Buchenwald, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Steinhardt Emilie geb. Müller (29.06.1842–16.07.1922) und Steinhardt Samuel (11.02.1844–22.12.1886).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Steinhardt Getta geb. Sommer, die Ehe wurde am 1905 geschlossen.
Sein Kind war Owen (Oppenheimer) Frances E. geb. Steinhardt, Fränzi (09.01.1906–13.12.1997).
Er starb am 26.02.1943 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Ferdinand Steinhardt wuchs mit seiner Stiefschwester Clothilde Erdmann (Gassenheimer) und den jüngeren Geschwistern Hilde (Freuthal), Jakob und Otto Steinhardt in der Weinhändlerfamilie Samuel und link(Emilie Steinhardt (Müller)#31061) in Würzburg auf. Er besuchte hier die Jüd. Volksschule und sechs Klassen einer Realschule und machte dann eine Lehre im Bankgeschäft Hecht. 1895/96 gründete er, nach verschiedenen Stellen als Handlungsgehilfe, die Weinfirma "Ferdinand Steinhardt & Cie"; zeitweise Teilhaber der Firma "Flaschenzentrale Würzburg" (Verwertungsgeschäft, 1910; mit Moses Oppenheimer und Hermann Hofmann). 1914 erhielt er das Bürgerrecht der Stadt Würzburg. Ab 1905 war er mit Getta Sommer aus Freudenberg am Main verheiratet; 1906 wurde ihre Tochter link(Fränzi (Owen)#27955) geboren. I. Weltkrieg: 1917/18 Kriegsteilnehmer in Lothringen; ausgezeichnet. Ehrenamt: Mitglied Deutsche Demokratische Partei, Frankenloge Bne Briss (1932). NS-Zeit Anfang November 1938 wurde er bei der Gestapo-Stelle Würzburg denunziert, weil er im eigenen Hof uriniert hatte; zu einem Monat Gefängnis wegen " Beleidigung" verurteilt (Januar 1939). Im Novemberpogrom 1938 festgenommen; am 19. November aus dem KZ Buchenwald entlassen. Im Januar 1939 folgte die "Arisierung" seiner Firma. Das Ehepaar Steinhardt bemühte sich vergeblich um die Emigration in die USA. Ferdinand musste 1940 Zwangsarbeit bei der Stadtverwaltung Würzburg leisten; aus gesundheitlichen Gründen befreit. Aus seiner Wohnung vertrieben, wurde er mit seiner Frau Getta im "Jüd. Unterkunftsheim" in der Bibrastraße 6 einquartiert. Nach einem "Heimeinkaufsvertrag" zu 22.500 Reichsmark wurden sie ihres letzten Vermögens beraubt [1016] und am 23.September 1942 von Würzburg nach Theresienstadt deportiert. [1061] Ferdinand Steinhardt erlitt im Februar 1943 den Lagertod. [1027].