Adolf Stern (1890 - 1942)

Adolf Stern wurde am 09.01.1890 in Steinach a. d. Saale geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Steinach a. d. Saale, Würzburg, Mannheim, Riga-Jungfernhof, Raum Riga, Schwanfeld. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Stern David (um 1855–um 1936) und Stern Amalie (Mali) geb. Schäler (13.04.1859–23.02.1944).

Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Adolf Stern wurde 1890 in Steinach, Kreis Bad Kissingen, als Sohn von David Stern und seiner Frau link(Mali (Schäler)#31279) geboren. Er war taubstumm und besuchte von 1898 bis 1905 die Taubstummenanstalt Würzburg. Von 1906 bis 1910 machte er, wohl in Mannheim, eine Lehre zum Graveur; zwischen 1910 und 1912 war er dort auch als Gehilfe tätig. Danach arbeitete er in verschiedenen Städten und war ab 1919 mit einer kurzen Unterbrechung in der Graveur-Anstalt "Kilian Ruckert" in Würzburg angestellt. [1016] NS-Zeit: Nach dem Tod seines Vaters David Stern, einem Viehhändler und Bauern in Schwanfeld, Kreis Schweinfurt, lebte ab 1936 auch seine Mutter Mali bei ihren Geschwistern in Würzburg (Am Grafeneckart 13). Adolf wurde im Novemberpogrom 1938 er festgenommen und am 15.Dezember als "nicht lagerfähig" aus dem KZ Buchenwald entlassen. Die Deutsche Arbeitsfront forderte, dass Adolf Stern bis zum Jahresende von seiner Firma entlassen werden sollte; sein Arbeitgeber konnte aber seine Weiterbeschäftigung für zwei weitere Jahre bis 1941 durchsetzen. Im Mai 1941 kam Adolf in das "Jüd. Unterkunftsheim" (Judenhaus) in der Bibrastraße 6.[1016] Von hier wurde er am 27.November 1941 nach Riga-Jungfernhof deportiert. [1057] und wohl in der Folgezeit in der Region ermordet. [1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.