Amalie (Mali) Stern geb. Schäler (1859 - 1944)

Amalie (Mali) Stern geb. Schäler wurde am 13.04.1859 in Schwanfeld geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Schwanfeld, Steinach a. d. Saale, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Schäler Babette geb. Ackermann (19.10.1836–03.01.1928) und Schäler Moses (um 1830–29.02.1892).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Stern David.

Ihr Kind war Stern Adolf (09.01.1890–1941/1942).

Sie starb am 23.02.1944 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Amalie (Mali) Stern stammte wohl aus einer der schon um 1800 in Schwanfeld, Kreis Schweinfurt, ansässigen Familien "Schäler" ("Schöler"). Unter den bemerkenswert vielen 34 jüdischen Inhabern von Matrikelstellen ab 1817 finden sich dort die Familienvorstände "Moses Salomon Schöler (Viehhändler), Besla, Witwe von Moses Schlom Schöler (Warenhandel; Sohn Isaac übernahm die Matrikelstelle 1821 mit Feldbau)". [1023] Amalie wuchs in der Händlerfamilie Moses und link(Babette Schäler (Ackermann)#29494) auf. Sie war ab den 1880er Jahren mit dem Viehhändler und Landwirt David Stern verheiratet. 1890 wurde in Steinach, Kreis Bad Kissingen, ihr Sohn Adolf Stern geboren. [1016] NS-Zeit: Die verwitwete Amalie Stern wohnte ab 1936 bei ihren Geschwistern Leon, Gertraud und Simon Schäler sowie Bertha Grünbaum in Würzburg Beim Grafeneckart 13. [1078] Ab März 1941 war sie im Altersheim und Sammelquartier Konradstraße 3 der Israelitischen Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg untergebracht. Im November 1941 musste sie die Deportation ihres taubstummen Sohnes Adolf erleiden. Amalie Stern selbst wurde am 23. September 1942 mit ihren Geschwistern nach Theresienstadt deportiert. [1016][1061] Sie kam dort Anfang 1944 mit fast 85 Jahren ums Leben. [1003] An die Familien Stern und Schäler erinnern heute Stolpersteine.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.