Bruno Stern (1880 - 1957)

Bruno Stern wurde am 28.04.1880 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, State College, PA.

Seine Eltern waren Stern Lina geb. Ney (22.05.1856–25.09.1935) und Stern Otto (07.08.1847–08.12.1924).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Stern Frida geb. Hellmann, die Ehe wurde am 1906 in Würzburg geschlossen.

Seine Kinder waren Stern E. George geb. Ernstgeorg (10.08.1912–19.03.2001), Stern William B. geb. Wilhelm Bernhard (12.03.1910–27.09.1972) und Stern Franz Otto (18.06.1907–25.02.1948).

Er starb am 22.09.1957 in State College, Pennsylvania.

Weitere Angaben aus den Quellen: Dr. Bruno Stern, Bruder von Franziska (Morgenstern) und Rosa Stern, wuchs in der Anwaltsfamilie Dr. Otto und link(Lina Stern (Ney)#31265) in Würzburg auf. Er besuchte hier das Neue Gymnasium und machte nach seinem Militärdienst 1899/1900 seine juristische Ausbildung an den Universitäten Würzburg, Berlin und München; 1904 Promotion Würzburg. 1906 ließ er sich als Anwalt in Würzburg nieder und erhielt das Bürgerrecht der Stadt. Ehemann von Frida (Hellmann) und Vater von Franz, Wilhelm Bernhard (Wiliam B.) und Ernstgeorg (E. George) Stern. Bruno Stern führte eine gemeinsame Kanzlei mit Dr. Gerson Haas in der Kaiserstraße 29. I. Weltkrieg: 1915-1918 Kriegsteilnehmer (Frankreich, Rumänien); Oberleutnant, Eisernes Kreuz I, II und andere Auszeichnungen, verwundet. Ehrenamt: Dr. Bruno Stern trat, wie schon sein Vater, als liberaler Kommunalpolitiker hervor. Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei (vorher SPD?); Schriftführer im Ortsverband, Mitglied im Landesausschuss der bayerischen Demokraten. 1919 Stadtratskandidat; vor der "Gleichschaltung" 1933 Stadtrat für die DDP und die Deutsche Staatspartei. In den 1920er Jahren zum Justizrat ernannt. Funktionen (?) im Hausbesitzerverein Würzburg; 1925-1933 Ausschussmitglied im Verschönerungsverein Würzburg. Im November 1930 Mitbegründer, Leiter (?) des Jüd. Selbstschutzes gegen die zunehmenden antijüd. Ausschreitungen. Mitglied, zeitweise Vorsitzender, des Kegelclubs "Dreißiger". Letzter Vorsitzender des Jüd. Turn- und Sportvereins Würzburg, dessen Sportbetrieb er im Dezember 1938 einstellen musste. Mitglied Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Gesellschaft Casino, Jüd. Kulturbund. NS-Zeit: Dr. Stern wurde im Novemberpogrom 1938 festgenommen; nach zwei Wochen schwerkrank aus dem KZ Buchenwald entlassen. Die Kanzlei und Wohnung wurden ihm gekündigt; seinen Hausbesitz musste er verkaufen. Er emigrierte Ende Dezember 1938 mit seiner Frau Frida über England in die USA. Beide starben 1957 im Bundesstaat Pennsylvania. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.