Siegfried Samuel Strauß wurde am 03.12.1878 in Sommerhausen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Sommerhausen, Würzburg, Köln, Ghetto Theresienstadt, KZ Auschwitz. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Strauß Jakob (um 1845) und Strauß Marianne geb. Sondfelder (?) (um 1850).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Strauß Bertha geb. Dessauer, die Ehe wurde am 1905 in Heidingsfeld geschlossen.
Er war in 2. Ehe verheiratet mit Strauß Marie geb. Dessauer, die Ehe wurde am 1917 in Würzburg geschlossen.
Seine Kinder waren Strauss Martin Herbert (03.02.1906) und Reinstein Norma geb. Strauß (18.07.1912).
Er starb am 1944/45 in KZ Auschwitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Siegfried Samuel Strauß stammte aus der Weinhändlerfamilie Jakob und Marianne Strauß in Sommerhausen, Kreis Würzburg. Er war ab 1905 in Würzburg ansässig, im Jahr seiner Ehe mit Bertha Dessauer. Siegfried arbeitete hier zunächst als Weingroßhändler; Weingutsbesitzer (Mitinhaber der elterlichen Firma in Sommerhausen?). I. Weltkrieg: 1914-1918 Kriegsdienst, -teilnehmer als Oberfeldwebel. Nach dem frühen Tod seiner Frau Bertha 1914 heiratete er 1917 deren Schwester Marie Dessauer (geschiedene van Wien). Vater von Martin Herbert, Karola Marianne und link(Norma (Reinstein)#28521). Ab etwa 1920 bis Ende der 1920er Jahre war Siegfried Strauß Teilhaber der Metallwarenfabrik "Progreß" mit Heinrich Steinhäuser. Danach war er als Vertreter (Versicherungsagent?) tätig. NS-Zeit: Siegfried Strauß für den als weiterer Wohnort Ochsenfurt (?) angegeben wird [1003] zog wohl 1937 mit der Familie nach Köln. [1016] Seine Kinder konnten emigrieren. Siegfried und Marie Strauß wurden im Juni 1942 von Köln nach Theresienstadt deportiert, schließlich im Mai 1944 ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt und ermordet. [1003].