Emil Stryker geb. Habermann wurde am 23.12.1917 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, London.
Seine Eltern waren Stryker Frieda (Fradel) geb. Wachtel (18.07.1885–28.10.1935) und Stryker Moritz geb. Habermann, Moses (27.08.1888–1943-1945).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Stryker Jane geb. Gedlovitch, die Ehe wurde am 1941 geschlossen.
Er starb am 31.01.1990 in London.
Weitere Angaben aus den Quellen: Emil Stryker wuchs mit seinen Geschwistern Flora, Siegfried, Gusta, und Amalie (Waltner) in der Weinhändlerfamilie link(Moritz Stryker (Habermann)#31765) und link(Frieda Stryker (Wachtel)#31761) in Würzburg auf. Emil war schwer gehörgeschädigt und sehbehindert und besuchte nach der Jüd. Volksschule die Taubstummenanstalt Würzburg. Er machte dort eine Ausbildung zum Autopolsterer, konnte den Beruf aber nach 1933 nicht ausüben. NS-Zeit: Emil war dann Lehrling, Angestellter im väterlichen Weingeschäft. Mitglied im Jüd. Turn- und Sportverein Würzburg und der zionistischen Jugendorganisation Hechaluz. Im Oktober/November 1938 wurde er in der Polenaktion mit anderen Juden polnischer Herkunft aus Würzburg an die Grenze abgeschoben. Er konnte nach Würzburg zurückkehren und wurde im Isr. Kranken- und Pfründnerhaus untergebracht. Emil Stryker konnte im Februar 1939, im Rahmen einer jüd. Hilfsaktion, mit seinem Bruder Siegfried nach England emigrieren (Kindertransport). Er hatte dort Eingewöhnungsprobleme und mangelnde berufliche Möglichkeiten. Zeitweise war er Zuschneider in einer Kleiderfabrik. Ehrenamt: Emil Stryker, Ehemann von Jane Gedlovitch, arbeitete im englischen Gehörlosenverband (Green Star) mit; zum Ehrenmitglied ernannt. Er stellte nach dem Krieg von London aus erste Verbindungen zwischen englischen und deutschen Gehörlosen her. Mitbegründer, Mitglied eines jüd. Gehörlosenvereins. Mitglied einer Taubblindengesellschaft und eines Vereins für jüd. Blinde. [1016] Emil Stryker verstarb 1990 mit 72 Jahren in London.