Moritz Stryker geb. Habermann, Moses (1888 - 1945)

Moritz Stryker geb. Habermann, Moses wurde am 27.08.1888 in Radziechow (Galizien) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Radziechow, Würzburg, Paris, KZ Auschwitz. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Habermann Brucha (Beile) geb. Stryker (Stricker) (vor 1850) und Habermann Samuel.

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Stryker Frieda (Fradel) geb. Wachtel, die Ehe wurde am 1911 in Eger/Böhmen geschlossen.

Seine Kinder waren Stryker Siegfried Samuel geb. Habermann (01.02.1913–26.07.1954), Kaufmann Flora geb. Stryker (09.02.1912), Hauptschein Giselle Myriam geb. Stryker (Habermann), Gusta Maria (12.09.1915–Sept. 2007), Waltner Amalie geb. Habermann (Stryker) (20.11.1919) und Stryker Emil geb. Habermann (23.12.1917–31.01.1990).

Er starb am 1943-1945 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Moritz Moses Stryker (Habermann) stammte aus der Familie des Händlers, Schächters und Kantors Samuel Habermann und dessen Frau Brucha Beile geb. Stryker (Stricker) in Radziechow, Galizien. 1909 leistete er seinen Militärdienst in Tarnopol. Er zog Ende 1910 zu seinem älteren Bruder Josef nach Würzburg und arbeitete hier als Textilwarenhändler auf Messen und Märkten und Reisender. Ehemann von Frieda (Wachtel) und Vater von fünf Kindern. [1066] I. Weltkrieg: 1917/18 Kriegsteilnehmer in der österreichischen Armee; als Invalide entlassen, lungenkrank. Moritz Stryker-Habermann führte nach dem Krieg eine Weingroßhandlung (Sterngasse 12, zuletzt in der Schönleinstraße 7). Die Einbürgerung wurde ihm verweigert (1922). Er musste, wie andere "Ostjuden" wegen der nicht standesamtlichen Ehe der Eltern den Mädchennamen der Mutter annehmen. NS-Zeit: Der ab 1935 verwitwete Moritz Stryker flüchtete im Oktober 1937 zu Kindern nach Paris.[1016] Er wurde nach der deutschen Besetzung vom Verfolgungsapparat erfasst und 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet. [1003] Gedenken: Seine Tochter Amalie Waltner widmete ihm 1999 ein Gedenkblatt für die nationale Gedenkstätte Yad Vashem. [1005] Vor dem Haus Schönleinstraße 7 wurde 2012 einer der Würzburger Stolpersteine verlegt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.