Leopold gen. Louis Grünebaum (1878 - 1942)

Leopold gen. Louis Grünebaum wurde am 23.04.1878 in Hofstetten (Kleinwallstadt) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Hofstetten, Aschaffenburg, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Grünebaum Therese (Relz) geb. Rosenstock (01.07.1849–20.10.1899) und Grünebaum Jakob (15.07.1851–22.07.1897).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Grünebaum Alice geb. Thurnauer, die Ehe wurde am 14.07.1913 in Burgkundstadt geschlossen.

Sein Kind war Grünebaum Heinz Jakob (21.07.1915).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Leopold Grünebaum wurde am 23. April 1878 in Hofstetten im Landkreis Miltenberg in Bayern geboren. Sein Vater war der Viehhändler Jakob Grünebaum, seine Mutter Therese Grünebaum, geb. Rosenstock. [1052] Leopold, genannt Louis, kam 1891 nach Aschaffenburg als Commis zu Abraham Stern, Landingstr. 11. Am 14. Juli 1913 heiratete er Alice Thurnauer in Burgkunstadt, ihrem Heimatort. [1052] Sie lebten zusammen in der Landingstraße 11 in Aschaffenburg. Am 21. Juli 1915 kam ihr Sohn Heinz Jakob zur Welt. In diesem Monat war Sofie Jacob aus Willmars als Pflegerin bei der Familie. [1046] Bis Louis´ Sohn 17 Jahre alt war, lebte er bei ihm und Alice in Aschaffenburg. Danach wohnte Heinz zwei Jahre in Frankfurt am Main. Nach einem fünfmonatigem Aufenthalt bei seinen Eltern 1934 konnte er über Augsburg und Hamburg nach New York emigrieren. Im Oktober 1934 beantragte Leopold das Ehrenkreuz für Kriegsteinehmer im 1. Weltkrieg, da er von Februar bis Dezember 1918 als Schreiber im Gefangenenlager Aschaffenburg Dienst leistete. [1046] Leopold und seine Ehefrau sahen ihren Sohn nicht wieder. Sie wurden im April 1942 über Würzburg nach Krasniczyn deportiert und wie alle anderen Menschen dieses Transports spätestens im Herbst 1942 im Raum Lublin ermordet. [1056] Louis Grünebaum war Eigentümer des Hauses Aschaffenburg, Landingstr. 11 (alte Hausnr. Lit. D 155) von 1913 bis 1942. [1042].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.