Heinrich Victor (Viktor) wurde am 04.09.1895 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, KZ Sachsenhausen, KZ Dachau, Nürnberg, Bergkamen, Kassel, Bayreuth. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Victor Mina geb. Blum (16.01.1865–16.04.1931) und Victor (Viktor) Simon (27.09.1860–16.02.1943).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Victor Frieda geb. Tritschler, die Ehe wurde am 1919 in Speyer/Pfalz geschlossen.
Er war in 2. Ehe verheiratet mit Victor Elisabeth geb. Traud, die Ehe wurde am 1927 in Würzburg geschlossen.
Seine Kinder waren Victor Franz (03.05.1924), Victor Anneliese (1925–1925) und Victor Alfred (1926–1926).
Er starb am 11.01.1941 in KZ Dachau.
Weitere Angaben aus den Quellen: Heinrich Victor (auch Viktor) wuchs als viertes von sechs Kindern der Händlerfamilie Simon und link(Mina Victor (Blum)#32128) in Würzburg auf. Nach seiner Ausbildung und Arbeit als Schneider war er bis Ende 1918 Kriegsteilnehmer. Aus seiner zweimal geschiedenen Ehe mit der Näherin Frieda Tritschler (Dritschler) hatte er den Sohn Franz (*1924 Würzburg). Nach kürzeren auswärtigen Aufenthalten führten Heinrich und Frieda Victor eine Schneiderei in Würzburg. Ab 1927 war er in zweiter Ehe mit der verwitweten Katholikin Elisabeth Traud verheiratet, mit der er von 1928 bis 1930 eine Wäscherei betrieb; es folgten Tätigkeiten als Handelsvertreter und wieder Schneider. Häufige Wohnungswechsel in Würzburg lassen auf seine schwierige wirtschaftliche Situation schließen. NS-Zeit: Heinrich Victor verließ im Oktober 1933 die Israelitische Kultusgemeinde Würzburg. Er wurde dennoch durch die Jüdische Winterhilfe unterstützt (1935-1937). Im Juni 1938 wurde er aus unbekannten Gründen verhaftet und in das KZ Sachsenhausen gebracht; kleinere Eigentumsdelikte in seinen jungen Jahren mögen eine Rolle gespielt haben. Heinrich Victor wurde im September 1940 nach Dachau verlegt und dort im Januar 1941 ermordet. [1003][1066] Sein greiser Vater Simon Victor wurde im September 1942 von Würzburg nach Theresienstadt deportiert. [1016] Gedenken: Vor dem Wohnhaus Sanderrothstraße 17 im Würzburger Stadtteil Frauenland wurde ein Stolperstein für Heinrich Victor (Viktor) verlegt.