Ilse Jeannette Vogel (1913 - 1942)

Ilse Jeannette Vogel wurde am 09.04.1913 in Aschaffenburg geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Aschaffenburg, Krasniczyn, Raum Lublin, Würzburg. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Vogel Hugo (14.02.1881–um 1942) und Vogel Paula geb. Stein (29.07.1891–1942).

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Ilse Jeannette Vogel wurde 1913 als ältestes Kind von Hugo Vogel und link(Paula Vogel (Stein)#336) in Aschaffenburg geboren. Sie hatte zwei jüngere Brüder: Heinz (*1919) und Ernst (*1917). Die Familie lebte in Aschaffenburg in der Erthalstraße 10 vom Handel mit Landprodukten, Mehl, Getreide und Kolonialwaren. NS-Zeit: Nach dem Abitur und einem begonnenen Medizinstudium, das sie jedoch nicht beenden durfte, studierte Ilse Vogel in Würzburg an der Isr.Lehrerbildungsanstalt, die nun auch jungen Frauen offenstand. Nach ihrem Examen 1936 unterrichtete sie an der Jüd. Volks- und Berufsschule Würzburg. 1939 zog sie zurück nach Aschaffenburg. Emigrationsversuche, darunter nach Palästina im Dezember 1939, scheiterten. Ihre Eltern wurden ihres Vermögens beraubt. Mit ihren Eltern wurde Ilse Vogel am 23. April 1942 nach Würzburg gebracht und von dort am 25. April mit dem dritten großen Transport aus Unterfranken nach Ostpolen deportiert - drei Tage mit dem Zug bis nach Krasnystaw, dann etwa 15 Kilometer zu Fuß nach Krasniczyn. Ilse Vogel wurde vermutlich wie die anderen Deportierten nach wenigen Wochen in einem der nahen Vernichtungslager (Belzec oder Sobibor) ermordet. Gedenken: Vor dem Wohnhaus Amalienstraße 3 in Würzburg wurde ein Stolperstein für Ilse Vogel verlegt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.