Ilse Wassermann (1924 - 1945)

Ilse Wassermann wurde am 09.02.1924 in Würzburg geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Riga-Jungfernhof, KZ Stutthof, Raum Riga. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Wassermann Eva geb. Bravmann (22.05.1886–17.11.1937) und Wassermann Karl (19.03.1891–Juni 1944).

Sie starb am 1945 in Stutthof.

Weitere Angaben aus den Quellen: Ilse Wassermann wurde 1924 als Tochter des Metzgermeisters Karl Wassermann und dessen Frau link(Eva (Bravmann)#32288) in Würzburg geboren, wo sie mit ihrem drei Jahre älteren Bruder Erich aufwuchs. NS-Zeit: Wie viele jüd. Familien hatten auch die Wassermanns unter der massiven Verfolgung zu leiden. Als Ilse dreizehn Jahre alt war verstarb 1937 ihre Mutter. Kurz vor deren Tod war Ilses Bruder in Polizeihaft genommen worden. Nach dem Tod ihrer Mutter lebten Ilse und ihr Vater Karl überwiegend allein in Würzburg, da Ilses Bruder Erich ab 1939 an landwirtschaftlichen Umschulungen (Hachschara) in Brandenburg und Hessen teilnahm. Ilse selbst war zunächst als Praktikantin tätig und machte dann eine hauswirtschaftliche Ausbildung an der Jüd. Berufsschule und im Isr. Pfründnerhaus Würzburg. Die Emigrationsbemühungen ihres Vaters zur Ausreise in die USA scheiterten. [1016] Am 27. November 1941 wurde die 17jährige Ilse Wassermann mit ihrem Vater und ihrem Bruder nach Riga-Jungfernhof deportiert. [1057] Ihr Vater wurde wahrscheinlich in Riga ermordet. Ilse wurde im August 1944 weiter nach Stutthof deportiert. Nur ihr Bruder überlebte die Lageraufenthalte und emigrierte später in die USA. [1016] Aus dem von ihm erhaltenen Briefwechsel, den Erich nach seiner Befreiung mit Überlebenden führte, geht hervor, dass Ilse bis kurz vor dessen Befreiung im Januar 1945 noch im Zwangsarbeitslager Guttau (Gutowo) gelebt haben muss, einem Außenlager des KZ Stutthof. Allerdings scheint sie schwer krank gewesen zu sein und hat die Befreiung wahrscheinlich nicht oder nur kurz überlebt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.