Karl Wassermann (1891 - 1944)

Karl Wassermann wurde am 19.03.1891 in Ermreuth geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Ermreuth, Mainz, Würzburg, Riga-Jungfernhof, KZ Riga-Kaiserwald, Raum Riga. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Wassermann Josef (um 1860) und Wassermann Rosa geb. Kohn (21.07.1854–11.10.1942).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Wassermann Eva geb. Bravmann, die Ehe wurde am 1920 in Würzburg geschlossen.

Seine Kinder waren Wassermann Ilse (09.02.1924–1945) und Wasserman Eric J. geb. Wassermann, Erich Josef (22.07.1921–Jan. 1987).

Er starb am Juni 1944 in KZ Riga-Kaiserwald.

Weitere Angaben aus den Quellen: Karl Wassermann wurde 1891 als Sohn des Metzgermeisters und Händlers Josef Wassermann und der Rosa Kohn im oberfränkischen Ermreuth geboren. Dort besuchte er auch die Volksschule. Danach machte er eine Lehre als Metzger in Mainz und arbeitete im Anschluss bei verschiedenen jüd. Metzgermeistern. 1911 und 1912 leistete er seinen Militärdienst. Ab August 1914 war er Kriegsteilnehmer in einem sächsischen Schützenregiment und wurde im März 1918 verwundet. Kurz vor Kriegsende kam Karl bis 1919/1920 in englische Gefangenschaft. 1920 zog er nach Würzburg, wo er die Metzgerei und das Anwesen von Sigmund Schild übernahm. Im selben Jahr heiratete er Eva Bravmann. Ein Jahr später kam der Sohn Erich zur Welt und 1924 die Tochter Ilse. Im Februar 1925 legte Karl seine Meisterprüfung ab. Er führte einen rituellen Betrieb unter Aufsicht des Rabbinats und war von 1923 bis zum Ausschluss durch das NS-Regime Mitglied der Metzgerinnung und der Berufsgenossenschaft. Außerdem war er Mitglied im Reichsbund jüdischer Frontsoldaten sowie ab 1922 Mitglied der angesehenen Gesellschaft Casino (Casinogesellschaft). NS-Zeit: 1937 kam sein Sohn Erich kurzzeitig in Polizeihaft; Karl musste eine hohe Geldbuße leisten. Karl Wassermann wurde im Novemberpogrom 1938 festgenommen und bis zum 1.Dezember im KZ Buchenwald inhaftiert. Nach dem Tod seiner Frau (1937) und der Hachschara seines Sohnes (1939) blieb Karl mit seiner Tochter Ilse in Würzburg zurück; er bemühte sich vergeblich um die Emigration in die USA. Am 27 November 1941 wurde er mit seinen Kindern nach Riga-Jungfernhof deportiert. Er leistete an verschiedenen Stellen Zwangsarbeit und wurde nach Aussage seines Sohnes im Juni 1944 im KZ Kaiserwald exekutiert. Seine Tochter Ilse wurde wahrscheinlich 1945 in einem Außenlager des KZ Stutthof ermordet. Sein Sohn Erich überlebte als Einziger und emigrierte später in die USA. [1016] Gedenken: wikien(Pages of Testimony) seines Sohnes und seiner Enkelin für die Gedenkstätte Yad Vashem; [1005] Stolpersteine vor dem Wohnhaus Glockengasse 8 in Würzburg. [1066].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.