Magnus Weinberg wurde am 13.05.1867 in Schenklengsfeld geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Schenklengsfeld, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Berlin, Sulzbürg, Neumarkt in der Oberpfalz, Regensburg. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Weinberg Judith geb. Bamberger, die Ehe wurde am 1898 geschlossen.
Seine Kinder waren Weinberg Harry (01.02.1908), Weinberg Seligmann (12.04.1900–Juni 1971), Weinberg Joseph (12.10.1909–19.04.1943), Holstein Rosel, Rosel (Rosalie) geb. Weinberg (30.01.1899–19.02.1945) und Strauss Meta geb. Weinberg (um 1910).
Er starb am 12.02.1943 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Rabbiner Dr. Magnus Weinberg wurde 1867 in der kinderreichen Familie von Hirsch und Rachel (Rosalie) Weinberg (Kuh) im hessischen Stadtlengsfeld geboren. Er war Schüler im nahen Burglengsfeld und Fulda und studierte ab 1887 am Rabbinerseminar und der Universität in Berlin. 1895 wurde er zum Beirksrabbiner in Sulzbürg, Oberpfalz berufen. [1066] Ehemann der Rabbinertochter Judith Bamberger aus Würzburg und Vater von Rosalie (Rosel Holstein), Dr. Seligmann Bär, Harry und Dr. Joseph Weinberg sowie Meta (Strauß). 1910 Verlegung des Rabbinats nach Neumarkt, wo er bis 1931 amtierte, bevor er als Bezirksrabbiner für die Oberpfalz und Niederbayern nach Regensburg ging. Dr. Weinberg wurde durch jüd.-historische Forschungen bekannt; zahlreiche Veröffentlichungen. Er zog sich 1936, nach über 40jähriger Tätigkeit, zurück und verbrachte seinen Ruhestand ab 1936 mit seiner Frau Judith in Würzburg. Nach der Emigration von Rabbiner Dr. Siegmund Hanover im März 1939 übernahm er die geistliche Betreuung der Jüd. Gemeinde. Er stand unter Postzensur der Gestapo-Stelle Würzburg (1937); im Dezember 1939 Vernehmung wegen eines "verdächtigen" Telefongesprächs (über jüd.-theologische Angelegenheiten). Er bemühte sich vergeblich um die Emigration nach Palästina. Am 23. September 1942 wurde er mit seiner Frau nach Theresienstadt deportiert, [1061] zusammen mit seiner Schwester Zerline Eppstein. Er musste dort deren Lagertod erleben, ehe er selbst im Februar 1943 ums Leben kam. Auch seine Kinder Rosel Holstein und Dr. Joseph Weinberg wurden im Holocaust ermordet. [1016] Gedenken: Vor dem Wohnhaus Wirsbergstraße 16 in Würzburg wurden Stolpersteine verlegt.