Harry Weinberg wurde am 01.02.1908 in Sulzbürg geboren und lebte in Sulzbürg, Gemünden am Main, Thüngen, Frankfurt am Main, London, unbekannter Ort, Würzburg.
Seine Eltern waren Weinberg Judith geb. Bamberger (29.12.1874–28.12.1942) und Weinberg Magnus (13.05.1867–12.02.1943).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Weinberg Fanny geb. Kahn, die Ehe wurde am 10.02.1935 in Würzburg geschlossen.
Er war in 2. Ehe verheiratet mit Weinberg Cilla geb. Rokach.
Sein Kind war Weinberg Nathan (03.12.1935).
Er verstarb in unbekannt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Harry Weinberg wurde 1908 als eines von fünf Kindern von Magnus und Judith Weinberg, geb. Bamberger, in Sulzbürg geboren. Sein Vater war dort, später in Neumarkt und Regensburg Rabbiner und ging 1935 in den Ruhestand; er zog nach Würzburg und betreute seit 1939 die Jüd. Gemeinde Würzburgs. Harry Weinberg studierte an der Isr. Lehrerbildungsanstalt Würzburg bis zu seinem Examen 1930. Danach trat er die frei gewordene Lehrerstelle in Gemünden an. Im Februar 1935 heiratete er Fanny Kahn aus Gemünden, im Dezember 1935 kam sein Sohn Nathan zur Welt. Die Familie lebte bis November 1936 in Gemünden. Zwischen November 1936 und April 1938 wohnte sie in Thüngen, wo Harry die private jüdischJüd. Volksschule leitete. Massive antisemitische Ausschreitungen im Jahr 1938 sorgten dafür, dass die meisten jüd. Einwohner Thüngen bald verließen. Die Familie Weinberg zog im April 1938 nach Frankfurt. Während seine Frau und sein Sohn im Mai 1939 noch dort gemeldet waren, war Harry wohl schon nach England emigriert; Versuche, seine Familie ebenfalls nach England zu holen, scheiterten. Seine Frau und sein Sohn wurden im November von Frankfurt ins Ghetto Minsk deportiert und ermordet. Harry war in zweiter Ehe mit Cilla Rokach (*1912 Brody) verheiratet. In den 1960er Jahren lebte Harry Weinberg in London.