Mayer Schaje Wohl (1878 - 1943)

Mayer Schaje Wohl wurde am 05.05.1878 in Rohatyn geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Rohatyn, Würzburg, Belgien, Sammellager Mechelen, KZ Auschwitz. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Wuhl David und Wuhl Golda geb. Meth.

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Wohl Dora (Rachel Drezie) geb. Wachtel, die Ehe wurde am 1909 in Rohatyn geschlossen.

Seine Kinder waren Wohl Josef (03.02.1910–1944/45), Wohl Izak Aron geb. Adolf Aaron (03.11.1907–1973), Haber Else Maria geb. Wohl (08.04.1903–19.09.1942), Wohl Alfred (10.04.1901–Dez. 1971) und Wohl Hermann geb. Hersch Israel (18.05.1905–12.08.1942) sowie weitere 2 Kinder.

Er starb am ?1943 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Mayer Schaje (Meier, Maier, Majer) Wohl wurde 1878 im damals österreichisch-galizischen wikien(Rohatyn) geboren in der Familie des Eierhändlers David Wohl und dessen Frau Golda (Meth). Er war später selbst als Eierhändler in seiner Heimatstadt tätig und dort ab etwa 1900 mit Rachel Dreizie (Dwora, Dora) Wachtel verheiratet; ab 1909 auch standesamtlich. Die kinderreiche Familie wanderte 1910 nach Würzburg aus. Hermann war hier zunächst (wie andere ostjüd. Immigranten) als Weinreisender für die Firma "L. Breitenbach" in Schweinfurt tätig. Im I. Weltkrieg diente er bis Ende 1918 in der österreichischen Armee. In den 1930er Jahren arbeitete Mayer Wohl als selbständiger Weinhändler; er führte vielleicht die Handlung seines Sohnes Hermann Wohl weiter. Der nun polnische Statsangehörige wurde im Oktober 1938 mit seiner Frau Dora in der "Polenaktion" an die polnische Grenze abgeschoben. Nach seiner Rückkehr nach Würzburg [1078] emigrierte er im Juli 1939 mit seiner Frau wie andere Familienmitglieder nach Belgien (Brüssel). Mayer Schaje und Rachel Dora Wohl gerieten nach der deutschen Besetzung in den Verfolgungsapparat des Besatzungsregimes. Sie wurden wohl im April 1943 vom Sammellager Mechelen nach Auschwitz deportiert und ermordet. [1003] Auch ihre Kinder Hermann, Josef und Else (Haber) wurden im Holocaust ermordet. Ihre Tochter und Schwester Shoshana (Rosa Weiser) widmete ihnen wikien(Pages of Testimony) für die Gedenkstätte Yad Vashem. [1005].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.