Josef Wortsmann wurde am 22.07.1880 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Riga-Jungfernhof, Wald von Bikernieki, England, Paris. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Wortsmann David (31.12.1851–12.10.1925) und Wortsmann Pauline geb. Oppenheimer (19.09.1853–01.07.1927).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Wortsmann Tilly (Mathilde) geb. Rosenheim, die Ehe wurde am 1919 in Nürnberg geschlossen.
Er starb am 26.03.1942 in Wald von Bikernieki.
Weitere Angaben aus den Quellen: Der Weinhändler Josef Wortsmann wurde 1880 als Sohn David Wortsmann und seiner Frau Pauline, geb. Oppenheimer, in Würzburg geboren. Hier wuchs er zusammen mit seiner drei Jahre älteren Schwester Marie auf, besuchte die Volksschule und sechs Klassen des alten Realgymnasiums. Danach macht er eine kaufmännische Lehre und war zwischen 1898 und 1901 in England und Paris berufstätig, wo er eine Sprach- und Musikausbildung zum Pianisten erhielt. Nach seiner Rückkehr nach Würzburg trat er in die elterliche Fa. David Wortsmann ein und war ab 1914 deren Mitinhaber. Zwischen 1915 und 1918 war er Kriegsteilnehmer und in diesem Zusammenhang Gefreiter in einer Sanitätskraftwagenabteilung und wurde ausgezeichnet. Nach seinem Einsatz im Ersten Weltkrieg heiratete er 1919 die aus Nürnberg stammende Tilly Rosenheim. Um 1920 übernahm er die Firma seines Vaters vollständig. Dieser verstarb 1925 und Josefs Mutter zwei Jahre später. Josef war desweiteren Mitglied im jüdischen Kegelclub "Dreißiger". Wie viele andere jüdische Bürger litt auch Josef Wortsmann unter den Schikanen des NS-Regimes. Seine wirtschaftliche Situation verschlechterte sich zusehends und so musste er im Dezember 1938 die Firma schließen. Im September 1939 übernahm er Fremdsprachenkurse (Englisch) und Übersetzungsarbeiten für Auswandererpapiere und anderes bei der IKG Würzburg (Israelitische Kultusgemeinde), wo er zusammen mit Julie Laßmann arbeitete, die dort Fremdsprachenkurse zur Vorbereitung der Emigration hielt. Im Oktober 1939 wurde Josef wegen einer Äußerung bezüglich der Schikane eines NS-Zellenleiters von diesem angezeigt und von der Gestapo verwarnt. Deren Schutzhaftantrag, der im Januar 1940 im Zusammenhang mit der "listenmäßigen Erfassung aller Juden, die wegen provozierenden Verhaltens aufgefallen sind" gestellt wurde, wurde nicht bestätigt. Ab Juni 1941 wurde er zur Zwangsarbeit herangezogen, gab dann aber freiberuflich Englisch-Kurse für Erwachsene. Zusammen mit seiner Ehefrau wollte er sich dem Gruppenauswanderungsprojekt von Gustav Kleemann anschließen doch seine Emigrationsbemühungen unter anderem in die USA, nach Argentinien und China scheiterten. Seine Schwester Marie konnte im Gegensatz zu ihm nach Argentinien emigrieren. Zuletzt wohnte das Ehepaar Wortsmann in der Kapuzinerstraße 21. [1003][1016][1057][1078] Am 27. November 1941 wurde Josef Wortsmann gemeinsam mit seiner Ehefrau Tilly nach Riga-Jungfernhof deportiert. Josef wurde am 26. März 1942 bei einer Massenerschießung im ort(Wald von Biķernieki) ermordet. [1002][1003][1016]].