Berthold Lichtenstein (1895 - 1942)

Berthold Lichtenstein wurde am 18.04.1895 in Aschaffenburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Aschaffenburg, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Lichtenstein Max (10.08.1858–14.07.1925) und Lichtenstein Sarah geb. Katz (20.10.1865–27.11.1933).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Lichtenstein Mathilde geb. Herzfeld, die Ehe wurde am 12.02.1922 in Höchst i. Odw. geschlossen.

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Berthold Lichtenstein entstammte der Ehe des Frucht-, Getreide- und Holzhändlers Max Lichtenstein mit Sarah, geb. Katz. [1071] Er hatte einen ein Jahr jüngeren Bruder, Rudolf Moritz. Berthold wurde Holzhändler, wie sein Vater. [1052] Am 22. Februar 1922 heiratete er in Höchst im Odenwald Mathilde Herzfeld. [1052] Berthold Lichtenstein nahm als Tragtierführer in der Maschinen-Gewehr-Kompanie des 2. Jägerbataillons vom 1. April 1916 bis zum 2. November 1917 an zahlreichen Schlachten und Stellungskäpfen des 1. Weltkriegs teil. Am 2. November 1917 wurde er wegen einer Zellgewebsentzündung in das Reserve-Lazarett Jena verlegt. Am 24. April 1935 wurde ihm durch den Stadtrat von Aschaffenburg das Ehrenkreuz für Frontkämpfer verliehen. Er war außerdem Träger des Bayerischen Militär-Verdientskreuzes 3. Klasse mit Schwertern. [1046] Er war zusammen mit seinem Bruder Rudolf Lichtenstein Eigentümer des Hauses Aschaffenburg, Webergasse 2 (alte Hausnr. Lit. B 43) von 1934 bis 1942. Beide waren Söhne des Max Lichtenstein. [1042] Berthold Lichtenstein, seine Ehefrau Mathilde und sein Bruder Rudolf wurden am 25. April 1942 über Würzburg in das Ghetto Krasniczyn deportiert. Die Überlebenden des Ghettos Krasniczyn wurden am 6. Juni 1942 in das Vernichtungslager Sobibor gebracht. Dort wurden nach Schätzungen – alle verwertbaren Unterlagen sind von den Nazis vollständig vernichtet worden – zwischen 150.000 und 250.000 Menschen ermordet. Berthold Lichtenstein, seine Ehefrau und sein Bruder sind in der Liste der Überlebenden des Lagers Sobibor nicht aufgeführt. Sie wurden für tot erklärt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.