Bernhard Liebmann wurde am 22.11.1873 in Aschaffenburg geboren und lebte in Aschaffenburg.
Seine Eltern waren Liebmann Raphael (20.01.1843–11.06.1908) und Liebmann Regina geb. Aronschild (11.03.1848–12.03.1911).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Liebmann Betty geb. Westheimer, die Ehe wurde am 22.11.1904 in Aschaffenburg geschlossen.
Seine Kinder waren Liebmann Raphael Rudolf, gen. Rudolf (07.10.1908–17.11.1971), Liebmann Erich Julius (12.11.1907) und Liebmann Annie (15.11.1905–1906).
Er starb am 19.03.1942 in Aschaffenburg.
Die Grabstätte befindet sich im "Jüdischer Altstadtfriedhof in Aschaffenburg".
Weitere Angaben aus den Quellen: Der Kaufmann Bernhard Liebmann war das zweite Kind aus der Ehe des Häute- und Fellhändlers Raphael Liebmann mit Regina, geborene Aronschild. Das erste Kind aus dieser Ehe war am 20. September 1872 tot geboren worden. [1137] Er hatte vier Geschwister: Bella,Meda, Bertha und Selma. [1001] Am 22. November 1904 heiratete er in Aschaffenburg Betty Westheimer. Zeugen der Eheschließung waren sein Vater Raphael Liebmann und sein Schwiegervater Moses Westheimer, Landesproduktehändler, 56 Jahre alt, wohnhaft Rimbach im Odenwald. [1073] Aus der Ehe gingen die Kinder Anna, Julius Erich und Raphael Rudolf hervor. [1052] Er war 1902 Zeuge der Eheschließung seiner Schwester Meda mit Maier Weinheimer und 1913 der Eheschließung seiner Schwester Bertha mit Friedrich Broda. [1073] Bernhard Liebmann nahm als Landsturmmann in der 3. Kompanie des Landsturm-Infanterieregimentes Bamberg vom 16. Januar bis zum 11. November 1918 am 1. Weltkrieg bei Stellungskämpfen im Oberelsass teil. Am 24. April 1935 wurde ihm dafür durch den Stadtrat von Aschaffenburgdas Ehrenkreuz für Frontkämpfer verliehen. [1046] Zum Zeitpunkt der Volkszählung 1939 Mitte Mai 1939 war Bernhard Liebmann im Krankenhaus der Israelitischen Gemeinde in Frankfurt [1078]. Er starb am 19. März 1942 in seiner Wohnung Herstallstr. 28 in Aschaffenburg. Der Todesfall wurde angezeigt von dem Schwager Jakob Westheimer. Als Todesursachen wurden Arteriosklerose und Apoplexie angegeben. [1072] Knapp einen Monat später, am 25. April 1942, wurde die verwitwete Betty auf einer dreitägigen Fahrt über Würzburg nach Krasnystaw, Polen deportiert. Im selben Jahr wurde sie mit 61 Jahren im Raum Lublin ermordet.