Ferdinand, Ferdinand Ernst Kissinger (1891 - 1941)

Ferdinand, Ferdinand Ernst Kissinger wurde am 13.10.1891 in Urspringen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Urspringen, Würzburg, Willmars, Frankreich, Hainsfarth, Hachenburg, München, Kowno. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Kissinger Babette geb. Fränkel (18.3.1859–01.01.1919) und Kissinger Simon (18.02.1859–15.02.1939).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Kissinger Sofie geb. Lebermann, die Ehe wurde am 28.12.1920 in Aschaffenburg geschlossen.

Er starb am 25.11.1941 in Kaunas.

Weitere Angaben aus den Quellen: Ferdinand Kissinger wurde in Urspringen im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart geboren. Als zweites Kind in der Lehrerfamilie Simon und Babette Kissinger, wuchs er dort mit sechs Geschwistern auf. [1024] Ferdinand studierte an der ILBA und trat seine erste Anstellung als Lehrer in Willmars/Unterfranken an. Ab 1914 mußte er Kriegsdienst leisten und kämpfte in Frankreich [1022]. 1920 heiratete er in Aschaffenburg Sofie geb. Lebermann. Bis 1923 war Ferdinand Lehrer in Hainsfarth in Schwaben. Nach der Schließung der jüdischen Schule dort, nahm Ferdinand 1924 eine Stelle als Lehrer an der neu gegründeten jüdischen Volksschule in der Münchner Ohel-Jakob -Gemeinde an. Das Ehepaar zog nach München und 1926 wurde er zum Hauptlehrer befördert [1022]. Nachdem Ehefrau Sofie um 1929 an Schizophrenie erkrankte wurde das Ehepaar 1933 letztendlich geschieden [1022]. Am 10. November 1938 wurde Ferdinand Kissinger ins Konzentrationalager Dachau eingewiesen. Nach seiner Entlassung am 12. Dezember 1938 arbeitete er weiterhin an der jüdischen Schule. Am 1. Juli 1939 wurde er aus dem Staatsdienst entlassen. Dennoch unterrichtete er weiterhin und wurde 1940 noch Leiter der jüdischen Schule in München. Am 20.11.1941 wurde Ferdinand Kissinger zusammen mit seinem Bruder Julius und dessen Familie nach Kaunas in Litauen deportiert und am 25. November 1941 ermordet. [1003][1005][1022].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.