Johanna Marx wurde am 04.04.1884 in Miltenberg geboren und lebte in Miltenberg.
Seine Eltern waren Marx Samuel (14.11.1854–13.05.1927) und Marx Malchen geb. Sommer (03.10.1856–24.12.1914).
Weitere Angaben aus den Quellen: Mira Marx hatte noch fünf Geschwister. Schwester Link(Johanna Marx#33438). Über das Schicksal von Johanna ist nichts bekannt. Bruder Friedrich Marx, der in Frankfurt am Main lebte und von dort aus bei der zweiten großen Deportation am 11.November 1941 in das Ghetto Minsk verschleppt wurde. [1003] Bruder Adolf Marx lebte ebenfalls in Frankfurt. Er wurde vom 14. November 1938 bis 21. Dezember 1938 im Konzentrationslager Dachau interniert. 1941 wurde Adolf Marx nach Polen deportiert. [1003] Bruder Arthur Marx lebte ab 14.10.1919 in der Herderstraße 30 in Frankfurt am Main. Schwester Mina Marx lebte ab 21.05.1919 in der Heil- und Pflegeanstalt in Lohr. [1029] Weitere Daten sind nicht bekannt. Das Haus Nr. 371 in der Hauptstrasse (Neue Hausnummer nach 1945: 193) wurde das Judenhaus, in dem im III.Reich vor dem Abtransport Juden interniert wurden (schon Ende 1938); Haus auf der Seite vom "Kaltloch" Richtung Kirche (StAW Gestapo 18 876, Blatt 129). [1029] Auf dem Gedenkstein unter dem Grabstein von Karolina Moritz ist das Geburtsdatum für Mira Marx mit 19.09.1884 falsch vermerkt. In der Deportationsliste ist das Geburtsdatum von Mira Marx als 19.9.94 vermerkt. [1056] Elmar Schwinger beschreibt in seinem Buch "Von Kitzingen nach Izbica", ISBN 978-3-924694-21-0 die Deportationen der Mainfränkischen Juden von Würzburg in die Transitlager Krasniczyn/Izbica in der Region Lublin. Auf Seite 447 des Buches ist auf einem Foto Mira Marx zu sehen, die mit einem Bus von Miltenberg, zusammen mit anderen Miltenberger Bürgern jüdischen Glaubens, zur Sammelstelle "Platzscher Garten" in Würzburg gebracht wurde. Von dort aus erfolgte der Transport am 25. April 1942 in die Transitghettos Krasniczyn und Izbica. Niemand hat den Transport überlebt. Prof. Dr. Christiane Kuller beschreibt in ihrem Buch "Bürokratie und Verbrechen - Antisemitische Finanzpolitik in Theorie und Praxis", Oldenbourg Verlag München, ISBN-10: 348671659 oder ISBN-13: 978-348 6716597. Darin wird die Deportation von Mira Marx und anderen jüdischen Bürgern aus Miltenberg und den Nachbarorten mit ihren Folgen erwähnt. Sehr gut recherchierte und umfangreiche Texte mit genauen Quellenangaben, die das durch die Nationalsozialisten geschaffene System zur Ausplünderung und Vernichtung der jüdischen Bürger sichtbar machen. Unter Individuelle Informationen: "Antisemitische Finanzpolitik - Mira Marx" kann über das Schicksal von Mira Marx nachgelesen werden. Ebenfalls sind die unter "Fußnoten" vermerkten Informationsquellen einsehbar.