Johanna Liebster wurde am 20.11.1921 in Aschaffenburg geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Aschaffenburg, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Liebster Nathan (06.03.1887–1942) und Liebster Esther geb. Rosner (09.01.1892–1942).
Sie starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Johanna Liebster wurde am 20. 11. 1921 als zweite Tochter des Schuhmachermeisters Nathan Liebster und seiner Ehefrau Esther in Aschaffenburg geboren. Sie erlernte den Beruf des Schuhmachers. Gemeinsam mit ihrem Vater Nathan war sie Anfang 1942 bei dem Aschaffenburger Schuhmachermeister Friedrich Keilberg beschäftigt. Ende März 1942 erhielten Vater und Tochter über die jüdische Kultusvereinigung den Hinweis, dass sie in den nächsten Tage "evakuiert" werden sollten. Auf Bitten des Schuhmachermeisters Keilberg schilderte das Arbeitsamt Aschaffenburg gegenüber der Gestapo Außendienststelle Würzburg die Mangelsituation bei Schuhreparaturen in Aschaffenburg und bat eindringlich, von einer "Evakuierung" abzusehen, Johanna und ihr Vater seien sehr gute und notwendige Schuster. Die Stapo lehnte das Gesuch "fernmündlich" gegenüber dem Arbeitsamt ab. [1090] Im April 1942 wurde Johanna mit 21 Jahren gemeinsam mit ihren Eltern über Würzburg in das Ghetto Krasniczyn deportiert [1056]. Sie wurden im Raum Lublin ermordet. Ihre Geschwistern Recha, Ilse und Max gelang die Flucht ins Ausland.