Hermann Translateur wurde am 10.01.1884 in Polen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Polen, Miltenberg, Neustadt an der Weinstraße, Rastatt, Mannheim, Heidelberg, Jerusalem. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Translateur Hirsch und Translateur Jette geb. Rosenbaum.
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Translateur Rika geb. Heimann, die Ehe wurde am 13.04.1908 geschlossen.
Seine Kinder waren Translateur Ernst (12.10.1910–16.03.1914) und Zwickler Gertrud geb. Translateur (30.08.1909–26.02.2005).
Er starb am 24.08.1943 in Jerusalem.
Weitere Angaben aus den Quellen: Ursprünglicher Name lautet: Chaim Schulim. Ab 1922: umbenannt in Hermann Translateur. Haim Schulim war von 1907 bis 1918 Vorsänger und Lehrer in der jüdischen Gemeinde Miltenberg. Er heiratete 1908 in Miltenberg die aus Freudenberg stammende Rika Translateur. In Miltenberg wurden die Tochter Gertrud und der Sohn Ernst geboren. Ernst verstarb am 16.03.1914 im Alter von fast vier Jahren und ist am jüdischen Friedhof "Am Klausrain" bestattet. 1919 verließ die Familie Miltenberg nach Neustadt an der Haardt. [1029] Von 1923 bis 1933 war Hermann Translateur als Kantor, Lehrer und Schocher (Schlachter = Schlächter) in Rastatt tätig; er erteilte auch in einigen umliegenden Gemeinden, wie Gernsbach, Malsch jüdischen Religionsunterricht. Bereits im März 1933 war Hermann Translateur etwa eine Woche in Haft, danach wurde ihm zur Auflage gemacht, Rastatt möglichst schnell zu verlassen. Im gleichen Jahr erfolgte der Umzug nach Mannheim und von dort aus nach Heidelberg. Rika Translateur starb 1935 in Heidelberg und ist dort auf dem Neuen Jüdischen Friedhof beerdigt. Nach dem Tod seiner Frau verzog Hermann Translateur mit seiner Tochter nochmals nach Mannheim. Im Februar 1937 meldete er sich ins Ausland ab. Hermann Translateur starb 24. August 1943 in Jerusalem. Zu seinem Gedenken wurde im April 2013 vor dem ehemaligen Kantorenhaus in Rastatt ein Stolperstein verlegt.