Stefan Löbhardt wurde am 17.08.1897 in Gerolzhofen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Gerolzhofen, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Löbhardt Auguste geb. Schwarzschild (01.05.1882–vor 1941) und Löbhardt Hermann (17.11.1869–25.04.1942).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Stefan Löbhardt war der Sohn von Hermann und Auguste Löbhardt geb. Schwarzschild. Er besuchte das Gymnasium in Schweinfurt von 1910 bis zum Erwerb der Mittleren Reife. Im Jahr 1913 trat er als Lehrling in das väterliche Geschäft ein und blieb auch nach abgeschlossener Berufsausbildung dort im Ein- und Verkauf beschäftigt. Von 1930 bis 1933 erhielt er ein Jahresgehalt von je 3600 RM. Er lebte im Haushalt des Vaters und sollte das Geschäft übernehmen, wozu es aber nicht mehr kam, weil nach den Boykottaufrufen 1933 der Umsatz stark zurück ging, bis das Kaufhaus im November 1938 aufgelöst wurde. Der 72-jährige Vater Hermann Löbhardt versuchte im März 1942 mit einem Bittschreiben an die Behörden seinen Sohn von der Deportation auszunehmen. Er wies auf einen Gehfehler seit Geburt und einen erlittenen Fahrradunfall 1937, als dessen Folge die Arbeitsfähigkeit zu 40% eingeschränkt war. Stefan Löbhardt lebte zuletzt am Marktplatz 131, bevor er am 25.04.1942 nach Krasniczyn in Polen deportiert und im Raum Lublin ermordet wurde. Der greise Vater verstarb kurz danach in Gerolzhofen. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Gerolzhofen. Quelle: Seite "Wir wollen uns erinnern", dort angegeben: Stadtarchiv Gerolzhofen, Volkskarteikarte Stephan Löbhardt.