Hermann Baumblatt wurde am 11.05.1864 in Theilheim (Waigolshausen) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Bad Kissingen, Ghetto Theresienstadt, Theilheim, Würzburg. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Baumblatt Itzak und Baumblatt Marianne geb. Fleischer.
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Baumblatt Sara geb. Neuburger, die Ehe wurde am 12.05.1895 in Obereuerheim geschlossen.
Sein Kind war Baumblatt Arthur (12.06.1896–15.09.1917).
Er starb am 18.11.1942 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Hermann Baumblatt stammte aus einer der schon um 1800 in der bedeutenden unterfränkischen jüd. Landgemeinde Theilheim, Kreis Schweinfurt, ansässigen Familien "Baumblatt". [1023] Als eine Eltern werden Isaak und Marianne Baumblatt genannt. [1027] Nach seiner Heirat 1895 war er über Jahrzehnte als Brot- und Feinbäcker in der unterfränkischen Kurstadt Bad Kissingen tätig. [1023] Ehemann von Sara Neuburger aus Obereuerheim; Vater von Arthur (*1896 - 1917 Kriegstod) und Martha (*1900). 1902 erhielt der Bäckermeister Baumblatt das Bürgerrecht der Stadt Bad Kissingen. [1161] NS-Zeit: Hermann Baumblatt wurde im Novemberpogrom 1938 festgenommen, doch nach 2 Tagen wegen seines schweren Diabetesleidens entlassen. Seine Bäckerei in der Badgasse 4 wurde massiv beschädigt. Mit seiner Frau Sara war er ab Mai 1942 in den jüd. Heimen Bibrastraße 6 und Dürerstraße 20 in Würzburg untergebracht. Am 10.September 1942 wurden beide nach Theresienstadt deportiert. Sara und Hermann Baumblatt kam dort nach wenigen Wochen ums Leben. [1027] Für Hermann und Sara Baumblatt wurde in Bad Kissingen Stolpersteine in der Badgasse 4 verlegt.