Emanuel Oppenheimer wurde am 11.10.1876 in Grossheubach geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Aschaffenburg, München, Großheubach, Ghetto Theresienstadt, Kleinheubach. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Oppenheimer Salomon (24.01.1851–10.12.1912) und Oppenheimer Babette (Blümchen) geb. Marx (20.08.1852–13.03.1923).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Oppenheimer Lina geb. Sichel, die Ehe wurde am 07.05.1901 in Aschaffenburg geschlossen.
Seine Kinder waren Oppenheimer Heinrich (13.07.1902) und Oppenheimer Fred, Siegfried (15.12.1903–05.11.1979).
Er starb am 20.05.1943 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: (Salomon) Emanuel Oppenheimer war das erste Kind von Salomon Oppenheimer und (Blümchen) Babette, geb. Marx, und wurde im Haus Nr. 185 in Großheubach geboren. Seine Schwester Emma Schuster war in Nordheim vor der Rhön verheiratet und wurde 1942 deportiert und ermordet. Der Bruder Heinrich (geb. 9.7.1880) starb bereits am 18.1.1915 (23:30 Uhr, im Judentum also der 19.1.1915). Emanuel Oppenheimer war Kaufmann in den unterfränkischen Gemeinden Kleinheubach und Großheubach, Landkreis Miltenberg. Im I. Weltkrieg leistete er von 1915 bis 1918 Kriegsdienst in Würzburg. 1901 heiratete er Lina Oppenheimer, geb. Sichel. Kurz darauf kamen 1902 bzw. 1903 die Söhne Heinrich und Siegfried in Kleinheubach zur Welt. Von 1929 bis 1931 lebte das Ehepaar in Aschaffenburg, ehe es im März 1931 nach München umzog, wo seit einem Dreivierteljahr bereits der Sohn Siegfried, ebenfalls Kaufmann, lebte. Gründe für den Umzug sind nicht bekannt. Zunächst lebten Oppenheimers in der Auenstraße 7 im dritten Obergeschoss. Emanuel Oppenheimer betrieb am Altheimer Eck 12 eine Ledergroßhandlung. Etwa ein halbes Jahr vor dem Novemberpogrom, am 23. März 1938, zog das Ehepaar - die Söhne waren bereits nach New York emigriert - vermutlich unfreiwillig in die Oberauer Straße 1 in Sendling und am 19. Dezember 1940 in die Pension Patria in der Goethestraße 54 um. Die enge Abfolge von Umzügen war für Jüdinnen und Juden seit dem November 1938 leider charakteristisch. Zuletzt verbrachte man das Ehepaar am 5. Dezember 1941 in das Internierungslager in der Clemens-August-Straße 9. Dort harrten sie im 1. Stock des Gebäudes ihrem unbekannten Schicksal entgegen. Emanuel Oppenheimer war zuletzt nicht mehr als Kaufmann, sondern als Mitarbeiter der Reichsvereinigung tätig. Am 22. Juli 1942 wurde das Ehepaar von dort aus nach Theresienstadt deportiert, wo Emanuel Oppenheimer am 20. Mai 1943 aufgrund der völlig unzureichenden Versorgung an Nahrung, Wohnungsraum und Medikamenten im Alter von 66 Jahren verstarb. Seine Frau Lina überlebte die Katastrophe und wurde aus Theresienstadt befreit. Insgesamt überlebten 14 der ursprünglich in diesem Transport aus München Deportierten die Shoa. Die zwei Söhne Heinrich, wie der Vater Kaufmann, und Siegfried überlebten das Morden der Nationalsozialisten in der sicheren Emigration.[1016][1003][1023][1064][1078] Quellen: Standesamt Großheubach, Geb. Reg. Nr. 60/1876; Standesamt Kleinheubach, Geb. Reg. 24/1902 (für Sohn Heinrich); Standesamt Kleinheubach, Geb. Reg. 39/1902 (für Sohn Siegfried).