Jakob Mayer (1879 - 1942)

Jakob Mayer wurde am 13.06.1879 in Hanau geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Hanau, Aschaffenburg, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin, England, Niederlande, Hamburg. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Mayer Nathan (20.03.1845–03.08.1937) und Mayer Rosa geb. Glauberg (07.02.1855–21.02.1923).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Mayer Johanna geb. Kaufmann, die Ehe wurde am 26.06.1911 in Hamburg geschlossen.

Seine Kinder waren Mayer Hilde Rosa (02.08.1924), Mayer Lotte Miryam, Lotte (05.01.1922), Knoller Ruth geb. Mayer (22.05.1912) und Mayer Margareta (25.09.1913).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Jakob Mayer wurde am 13. Juni 1879 in Hanau in Hessen geboren. Sein Vater Nathan arbeitete als Privatier und Fabrikbesitzer, seine Mutter war eine geborene Glauberg aus Frankfurt am Main. Jakob war der älteste von insgesamt sieben Kindern: 1881 kam seine Schwester Berta zur Welt, die Josef Lebrecht heiratete und mit ihm zwei Töchter bekam. Über das Schicksal ihrer Familie gibt es keine weiteren Informationen. 1882 wurde Jakobs Schwester Klara geboren, die jedoch schon mit acht Jahren im Januar 1900 verstarb. 1884 verzog die Familie nach Aschaffenburg. Im gleichen Jahr wurde Lea geboren, die Carl Erlanger heiratete und mit ihm eine Tochter bekam, die 1935 nach Israel auswandern konnte. Lea verstarb 1936, Carl 1937. Samuel wurde 1885 geboren und heiratete Lisbeth Felsenstein, mit der er zwei Kinder hatte. Nach der Scheidung wanderten seine Exfrau und die Kinder nach England aus. 1891 wurde Recha geboren, die Rudolf Adler heiratete und mit ihm einen Sohn bekam. Recha wanderte in die USA aus, das Schicksal ihres Sohnes verliert sich in Hamburg. Jakobs jüngster Bruder Moses wurde 1893 geboren. Er kämpfte im 1. Weltkrieg und verstarb 1918 mit 25 Jahren in Frankreich. 1902 zog Jakob mit 23 Jahren nach England und arbeitete als Kaufmann. Es ist nicht klar, wie lange er in England blieb, in seiner Akte ist jedoch vermerkt, dass er zwischen 1902 und 1919 auch in den Niederlanden wohnte. In diesem Zeitraum, am 26. Juni 1911, heiratete Jakob die vierjahre jüngere Johanna Kaufmann in deren Heimatstadt Hamburg. Jakob war ein vielreisender Kaufmann. Am 22. Mai 1912 kam seine erste Tochter Ruth in Londonzur Welt. Ein Jahr später, am 25. September, wurde Margareta ebenfalls in London geboren. Nach einem 20-tägigen Besuch im Januar 1919 in der Heimatstadt seiner Ehefrau zog die Familie nach Aschaffenburg. Bis April 1934 wohnten sie in der Friedrichstraße 11 und zogen dann übergangsweise in die Friedrichstraße 19, zu Jakobs Schwester und ihrer Familie. In diesem Zeitraum wurden auch seine zwei weiteren Töchter geboren: Lotte Miriyam am 5. Januar 1922, Hilde Rosa am 2. August 1924. Am 26.06.1934 kamen sie in der Hanaverstraße 45 (heutige Hanauerstraße) bei der Familie Stapf unter. Im Mai 1936 zogen Ruth und Margareta in ihre Geburtsstadt London zurück. 1939 konnten Lotte und Hilde ihnen folgen, laut Unterlagen kamen sie in Coventry unter. Jakob und seiner Ehefrau Johanna gelang die Flucht ins Ausland nicht. Sie mussten innerhalb Aschaffenburgs öfters umziehen, wobei der letzte offizielle Wohnsitz des Paares die Bustellistraße 10 bei Familie Lewald war, bis sie im April 1942 über Würzburg nach Krasniczyn deportiert und in Belzec wikide((Polen)), im Vernichtungslager Sobibor ermordet wurden. Seine Töchter Margareta, verheiratete Silber, und Hilde, verheiratete Katz, die in die USA auswanderte, schrieben für ihn und seine Ehefrau Einträge im Yad Vashem. Note: legitimierte Nathan Goldberger als Schwager des Rabbiners Dr. Raphael Breuer bei der Anzeige dessen Todes. [1072].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.