Viktor Bergmann (1869 - 1943)

Viktor Bergmann wurde am 17.08.1869 in Völkersleier geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Völkersleier, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Bergmann Karoline geb. Kuhn.

Er starb am 12.06.1943 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Viktor (Victor) Bergmann stammte aus einer der schon um 1800 in der unterfränkischen Gemeinde Völkersleier, Kreis Bad Kissingen, ansässigen Händlerfamilien mit dem neuen bürgerlichen Namen "Bergmann". Unter den 23 jüdischen Inhabern von Matrikelstellen 1817 finden sich bereits fünf Haushaltsvorstände dieses Namens. [1023] (Bayerisches Judenedikt von 1813.) Viktor wuchs in der Familie Meier Löb Bergmann und Babette geb. Frank auf. [1005] Er war, wohl ab den 1890er Jahren, in Völkersleier verheiratet mit Karoline geb. Kuhn aus Aidhausen. Das Paar hatte wohl sechs Kinder. Wie schon sein Vater, führte Viktor Bergmann lange Zeit die Israelitische Kultusgemeinde Völkersleier, für die er zuletzt auch als Vorbeter wirkte. [1023] NS-Regime: Die Juden im Ort verarmten, obwohl viele bäuerliche Kunden ihnen noch die Treue hielten. 1937 waren zehn der noch verbliebenen 24 jüdischen Einwohner unterstützungsbedürftig. Im Novemberpogrom 1938 wurden die jüdischen Wohnhäuser verwüstet und geplündert. [1023] Bei der Volkszählung 1939 findet sich kein Eintrag für die Familie Viktor Bergmann [1078], die ihr Wohnhaus in der Quellengasse 2 hatte. [1023] Die letzten, 1942 noch in Völkersleier lebenden sechs Juden wurden deportiert: vier von ihnen im April 1942 in den Raum Lublin, zwei im September nach Theresienstadt. Viktor und Karoline Bergmann gehörten zu ihnen. Sie mussten im Juni 1942 in die Sammelunterkunft in der Bibrastraße 6 in Würzburg umziehen [1016] und wurden von dort am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert. [1061] Viktor Bergmann kam hier im Juni 1943 ums Leben, [1016] während seine Witwe Karoline den Holocaust überlebte.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.