Hannchen Brodmann (1888 - 1944)

Hannchen Brodmann wurde am 12.09.1888 in Zeilitzheim (Kolitzheim) geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Zeilitzheim, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, KZ Auschwitz. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Brodmann Sofie geb. Selig (05.10.1856–06.10.1942).

Sie starb am Mai 1944 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Hannchen (Johanna, Hannelore) Brodmann wuchs in der Familie von Sofie Brodmann in der unterfränkischen Gemeinde Zeilitzheim, Kreis Schweinfurt, auf. Die unverheiratete Frau lebte im Familienanwesen Haus Nr. 104 (Marktplatz 4) in Zeilitzheim. [1078] NS-Zeit: Nach schweren Ausschreitungen im Novemberpogrom 1938 mussten die noch in Zeiltzheim verbliebenen Juden ihre Häuser und Felder verkaufen. [1023] Der Volkszählung vom Mai 1939 zufolge wohnte Johanna (geb. 1883?) mit ihrer Mutter und ihren Schwestern (?) Selma Brodmann und Berta Strauß noch im Elternhaus; Haushaltsvorstand war der Metzger Siegfried Strauß. Die Emigration der Familie scheiterte; sie wurde im Holocaust ermordet. Die letzten neun jüd. Einwohner von Zeilitzheim wurden 1942 deportiert; sieben von ihnen im April 1942 in den Raum Lublin. [1023] Hannchen wurde anscheinend wegen einer Erkrankung von diesem Transport zurückgestellt. Sie kam mit ihrer greisen Mutter ins Jüd. Heim Dürerstraße 20 nach Würzburg. [1016] Am 23. September 1942 wurden beide nach Theresienstadt deportiert. Ihre Mutter kam dort nach wenigen Tagen ums Leben. Hannchen Brodmann wurde im Mai 1944 von Theresienstadt ins Vernichtungslager Auschwitz transportiert. [1027].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.