Sofie Brodmann geb. Selig (1856 - 1942)

Sofie Brodmann geb. Selig wurde am 05.10.1856 in Bischwind (Dingolshausen) geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Bischwind, Zeilitzheim, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihr Kind war Brodmann Hannchen (12.09.1888–Mai 1944).

Sie starb am 06.10.1942 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Sofie Brodmann stammte aus einer Familie Selig in der unterfränkischen Gemeinde Bischwind, Kreis Schweinfurt. Die kleine, durch Abwanderungen geschwächte Jüd. Gemeinde des Ortes löste sich vermutlich schon um 1880 auf. [1023] Auch Sofie lebte später in der nahen Gemeinde Zeilitzheim. NS-Zeit: Die schon vewitwete, hochbetagte Frau lebte, der Volkszählung vom Mai 1939 zufolge, bei ihren Töchtern (?) Johanna (Hannchen), Selma und Berta (Strauß) im Familienanwesen Nr. 104 (Marktplatz 4) in Zeilitzheim. [1078] Die Emigration der Familie scheiterte. Alle neun 1942 noch in Zeilitzheim verbliebenen Juden, darunter die Familie Brodmann/Strauß, wurden deportiert und im Holocaust ermordet. Sofie und Hannchen Brodmann mussten die Verschleppung ihrer Angehörigen von Zeilitzheim im April 1942 erleiden. Sie selbst kamen, wohl zeitnah, in das jüd. Heim Dürerstraße 20 in Würzburg [1016] und wurden am 23.September 1942 von hier nach Theresienstadt deportiert. [1061] Sofie Brodmann kam dort nach einigen Tagen, kurz nach ihrem 86.Geburtstag, ums Leben; ihre Tochter Hannchen wurde im Mai 1944 nach Auschwitz transportiert. [1027].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.