Bernhard Liwarek wurde am 03.08.1889 in Warschau geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Warschau, Fallingbostel, Aschaffenburg, Offenbach am Main, Paris, KZ Auschwitz. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Liwarek Salomon (18.04.1868–unbekannt) und Liwarek Rosa geb. Sandgrund (18.02.1870–unbekannt).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Liwarek Rosa geb. Stabholz, die Ehe wurde am 26.03.1913 in London geschlossen.
Seine Kinder waren Wargon Paula geb. Liwarek (06.02.1914) und Liwarek Frieda (22.05.1918–1942).
Er starb am 1942, 20.11.1943 in KZ Auschwitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Geboren und aufgewachsen in Warschau als erstes von acht Kindern des Lederwarenarbeiters Salomon Liwarek und seiner Ehefrau Rosa [1046]. Kam 1905 mit seinen Eltern und Geschwistern nach Offenbach, betrieb gemeinsam mit seinem Vater und dem Bruder Max eine Lederwarenfabrik [1046]. Heiratete 1913 in London Rosa, Tochter des in Offenbach am Main wohnenden Lederarbeiters Bernhard Stabholz und seiner Ehefrau Frieda, im Februar 1914 wurde Tochter Paula geboren [1046]. Nach Ausbruch des 1. Weltkriegs unterlag er als russischer Staatsbürger dem Aufenthaltsverbot für feindliche Ausländer, vermutlich aus diesem Grund Internierung als Zivilgefangener in Fallingbostel. Durch Verfügung des stellvertretenden Genalkommandos vom 30.9.1915 aus dem Bezirk Fallingbostel entlassen, mit der Auflage, sich auf kürzestem Weg ohne Aufenthalt zum Zwangsaufenthalt nach Aschaffenburg zu begeben, wo er als Lederarbeiter bei Fa. Rieth & Kopp Beschäftigung fand [1046]. Durch den Stadtmagistrat Aschaffenburg erfolgte im November 1915 Ausstellung einer sogenannten Unverdächtigkeits-Bescheinigung mit Lichtbild und Beschreibung, die durch das stellvertretende Generalkommando auch als Personalausweis zugelassen wurde [1046]. Im März 1917 konnten seine Ehefrau Rosa und seine Tochter Paula ebenfalls nach Aschaffenburg umziehen, im Mai 1918 wurde in Aschaffenburg die zweite Tochter Frieda geboren [1046]. Im Juli 1920 verzog die Familie wieder nach Offenbach am Main [1046], später nach Paris [1005]. Bernhard Liwarek sowie seine Tochter Frieda wurden in das KZ Auschwitz deportiert und ermordet, was seine überlebende Tochter Paula gegenüber Yad Vashem bestätigte [1005]. Über das Schicksal der Mutter Rosa ist nichts bekannt.