Salomon Liwarek (1868)

Salomon Liwarek wurde am 18.04.1868 in Warschau geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Aschaffenburg, Warschau, Paris, Lager Drancy, KZ Auschwitz, Offenbach am Main, Holzminden, Fallingbostel. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Liwarek Leo und Liwarek Jette geb. Tannholz.

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Liwarek Rosa geb. Sandgrund, die Ehe wurde am Aug. 1888 in Warschau geschlossen.

Seine Kinder waren Liwarek Maria, Liwarek Susanna, Liwarek Simon, Liwarek Georg und Liwarek Bernhard (03.08.1889–1942, 20.11.1943) sowie weitere 3 Kinder.

Er verstarb in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Geboren und aufgewachsen in Warschau als Sohn der Schneidereheleute Leo und Jette Liwarek [1046]. Heiratete 1888 in Warschau Rosa, Tochter der ebenfalls in Warschau ansässigen Schneiderheleute Salomon und Paula Sandgrund [1046]. Das Ehepaar verzog 1905 mit ihren in Warschau geborenen Kindern Bernhard, Max, Maria, Susanna, Simon, Georg und Peter nach Offenbach am Main, wo 1907 Sohn Siegfried geboren wurde [1046]. Mit seinen älteren Söhnen Bernhard und Max betrieb er in Offenbach am Main eine Lederwarenfabrik [1046]. Nach Ausbruch des 1. Weltkriegs unterlag er als russischer Staatsbürger dem Aufenthaltsverbot für feindliche Ausländer, aus diesem Grund ab November 1914 Internierung als Zivilgefangener in Holzminden und ab Juli 1915 in Fallingbostel [1046]. Nach dortiger Entlassung ab Oktober 1915 Zwangsaufenthalt in Aschaffenburg, tätig als Lederwarenarbeiter bei Feldmayer & Bock, Offenbach am Main [1046]. Durch den Stadtmagistrat Aschaffenburg im November 1915 Ausstellung einer sogenannten Unverdächtigkeits-Bescheinigung mit Lichtbild und Beschreibung, die durch das stellvertretende Generalkommando auch als Personalausweis zugelassen wurde [1046]. Seine Familie, ausgenommen die Söhne Bernhard und Max, die ebenfalls interniert wurden, konnte weiter in Offenbach am Main wohnen bleiben [1046]. Im Dezember 1918, nach Ende des Krieges, kehrte er zu seiner Familie nach Offenbach am Main zurück [1046]. Die Familie verzog später nach Paris, er und seine Ehefrau Rosa wurden zunächst im Lager Drancy interniert und von dort im März 1943 in das KZ Auschwitz deportiert und umgebracht [1005]. Die überlebende Enkelin Paula hat dies gegenüber Yad Vashem bestätigt [1005]. Die Söhne Bernhard und Peter wurden ebenfalls im KZ Auschwitz ermordet, über das Schicksal der anderen Kinder ist nichts bekann.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.