Berthold, Bertold Lederer (1900)

Berthold, Bertold Lederer wurde am 11.11.1900 in Gladenbach geboren und lebte in Gladenbach, Frankfurt am Main, Hösbach, England.

Seine Eltern waren Lederer Franziska geb. Katz (13.09.1872–1942) und Lederer Simon (05.08.1938).

Weitere Angaben aus den Quellen: Bertold wurde am 11.11.1900 in Gladenbach als Sohn der Eheleute Simon Lederer und Franziska, geb. Katz geboren. Später betrieb er dort mit seinem Vater ein Dünge- und Futtermittelgeschäft [1156, S.362]. Die dortige jüdische Gemeinde löste sich allerdings nach Ausschreitungen und zunehmenden Repressalien bis Mai 1939 völlig auf [1066]. Danach wohnte er in Frankfurt bei Nanni Katz [1156]. Am 03.01.1939 wurde Bertold in Frankfurt am Main aus der Haft entlassen. Wie lange er inhaftiert war, ist nicht bekannt. Er erhielt dabei die Auflage, bis zum 15.2.1939 auszuwandern. In der Zwischenzeit zog er zu seiner Schwester Paula Löwenthal und seiner Mutter link(Franziska Lederer391) nach Hösbach. Lt. Gestapounterlagen hielt er sich auch öfters in Gladenbach auf. Bei Anwesenheit in Hösbach musste er sich jeden zweiten Tag bei der Polizeidienststelle melden [1090]. Am 5.7.1939 wanderte er nach England aus. Bis Ende des Krieges wurde er als feindlicher Ausländer in Quebeck, Kanada, interniert [1090, private Information]. Nach Kriegsende blieb er in Montreal, Kanada, und starb dort 1975. Er war nie verheiratet und hatte keine Kinder [private Information].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.