Emanuel Philipp Kurzmann (1881 - 1942)

Emanuel Philipp Kurzmann wurde am 27.07.1881 in Maroldsweisach geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Maroldsweisach, Willmars, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga, Burghaslach, Königshofen, Schweinfurt, Mellrichstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Kurzmann Jette geb. Baumann (03.04.1849–17.03.1925) und Kurzmann Isaak (29.06.1848–11.01.1931).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Kurzmann Karoline (Lina) geb. Hommel, die Ehe wurde am 23.04.1908 in Willmars geschlossen.

Seine Kinder waren David Herta geb. Kurzmann (15.01.1911–Feb. 1984) und Gideon Nelly geb. Kurzmann (27.06.1909–2004).

Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Emanuel Philipp Kurzmann wuchs mit seinen Geschwistern Samuel und Nanni in der Familie des Religionslehrers und Schreibers (Sofer) Isaak Kurzmann und seiner Frau link(Jette (Baumann)#25895) in Maroldsweisach, Burghaslach und Schweinfurt (1897) auf. Er war nach seiner Schul- und Berufsausbildung als Kaufmann tätig und wohnte seit 1906 in (Bad) Königshofen. Zwei Jahre später heiratete er. Mit seiner Frau Karoline, geb. Hommel, lebte Emanuel Kurzmann seitdem in deren Geburtsort Willmars, Kreis Rhön-Grabfeld. Hier führte er ein Geschäft für Hemden, Wäsche, Stoffe, Haus- und Küchengeräte. In Willmars kamen 1909 und 1911 auch die beiden Töchter Nelly und Hertha zur Welt. [1016] I. Weltkrieg: Emanuel Kurzmann leistete Kriegsdienst als Sergeant einer Sanitätseinheit. Ehrenamt: Über einen längeren Zeitraum leitete er die Israelitische Kultusgemeinde Willmars. [1023] NS-Zeit: Im Oktober 1937 zog Emanuel Kurzmann mit seiner Frau von Willmars nach Mellrichstadt. Wohl nach den schweren Ausschreitungen im Herbst 1938 (ab September!) [1023] von dort vertrieben, kam das Paar Anfang Dezember 1938 nach Würzburg. Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden Töchter bereits emigriert. Vergeblich planten die Kurzmanns die Emigration zu ihnen nach Palästina. Emanuel Kurzmann musste ab 1939 Zwangsarbeit bei einer Würzburger Baufirma, später beim städtischen Tiefbauamt leisten. [1016] Am 27. November 1941 wurde das Ehepaar Kurzmann von seiner letzten Würzburger Unterkunft in der Glockengasse 8 nach Riga-Jungfernhof deportiert [1057] und in der Folgezeit ermordet. [1003] Auch Emanuels Geschwister Nanni und Samuel wurden Opfer des Holocaust. Gedenken: Die Tochter Nelly Gideon widmete ihren Eltern Gedenkblätter für die nationale Gedenkstätte Yad Vashem. [1005] Quellen: -Zuschriften von Elisabeth Böhrer (13.12.2018, 24.03.2019, 23.01.2020) zu den Einwohnermeldedaten in Maroldsweisach, Schweinfurt, Willmars, Mellrichstadt und Würzburg.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.