Paul Rindsberger (1921 - 1942)

Paul Rindsberger wurde am 05.08.1921 in Marktbreit geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Marktbreit, Izbica, Raum Lublin, München. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Rindsberger Bernhard (05.02.1878–1942).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Paul Rindsberger kam am 5. August 1921 in Obernbreit zur Welt. Er war der Sohn des Kaufmanns Bernhard Rindsberger und dessen Frau Herma, geb. Strauß. Als er sieben Jahre alt war, starb seine Mutter. Seit August 1937 machte er eine Schreinerlehre und war dazu in München ansässig. Im Zuge des Novemberpogroms wurde Paul vom 10. bis 29. November 1938 im KZ Dachau inhaftiert. Noch bis zum Herbst 1941 lebte er in München und zog dann zu seinem Vater nach Marktbreit zurück. Ab dem 2. Dezember desselben Jahres war er als Hausmeister im jüdischen Alten- und Siechenheim in Würzburg angestellt. Vermutlich fuhr er mit dem Zug zur Arbeit, da er nicht von Marktbreit nach Würzburg umgezogen ist und der Zug gegenüber seinem Arbeitsplatz hielt. Drei Tage vor seiner Deportation wurden Paul Rindsberger in Kitzingen persönliche Gegenstände abgenommen, darunter auch ein Affidavit, eine notwendige Bürgschaft seines Onkels Max Rindsberger aus Chicago, IL, was auf Pauls geplante Emigration hindeutet. Doch am 24. März 1942 wurde er zusammen mit seinem Vater nach Izbica deportiert. Noch Ende des Monats schrieb er eine Postkarte an seinen Onkel Sigmund Neumaier in Marktbreit, ehe er bald darauf ebenso wie sein Vater im Ghetto Izbica bzw. im Raum Lublin ermordet wurde.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.