Max Henle wurde am 16.08.1882 in Laupheim geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Laupheim, Ulm, Nürnberg, Hirzenhain, Neu-Ulm, Gerolzhofen, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Henle Meta geb. Lichtenauer, die Ehe wurde am 1923 geschlossen.
Sein Kind war Henle Paul (15.08.1925–1942).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Max Henle war der Sohn von Simon und Jette Henle geb. Löwenthal. Sein Bruder Karl überlebte in USA. (testimony, Yad Vashem) Er besuchte drei Jahre lang die Elementarschule in Ulm und sieben Jahre das Realgymnasium. Von 1899-1902 studierte er an der Königlichen Industrieschule Nürnberg. Eingeschrieben in den Jahresberichten des mechanisch technischen Zweiges. heute: Georg-Simon-Ohm-Hochschule für angewandte Wissenschaften-Fachhochschule Nürnberg. Ein Jahr lang arbeitete er als Volontär in Hirzenhain, Oberhessen in einem Eisenwerk,(Buderus) bevor er ab 1904 als Einjähriger in Neu Ulm diente. Er leistete seinen Wehrdienst von 1914 bis 1918 im Ersten Weltkrieg. 1918 bis 1923 war er in Nürnberg beschäftigt. Am 16.04.1923 heiratete er in Gerolzhofen Meta Lichtenauer. Sie hatten einen gemeinsamen Sohn Paul. Den Schuhwaren Laden seiner Schwiegereltern führten sie bis 1938. Am 10.11.1938 wurde Max und Meta Henles Schuhgeschäft verwüstet und er selbst in „Schutzhaft" genommen. Dabei musste er einen Revers unterschreiben: „Gegen meine Inschutzhaftnahme habe ich nichts einzuwenden." Im Bericht des Gendarmerie Postens Gerolzhofen vermerkte Gendarmerie Meister Fischer: „Henle war einer der gehässigsten Juden. Er gilt als Anhänger der SPD." Da den Juden auferlegt worden war, die Schäden auf eigene Kosten umgehend beseitigen zu lassen und Max Henles kranke Frau Meta damit überfordert war, reichte sie beim Bezirksamt Gerolzhofen ein Gesuch um Entlassung ihres Mannes ein. Regierungsrat Dr. Dern leitete dieses an die Gestapo Würzburg weiter, wo dem stattgegeben wurde. Gestapomann Vogel vermerkte: „Der Jude Max Henle wurde am 26.11.1938 aus der Haft entlassen, da er wegen seiner körperlichen Mängel nicht lagerfähig war." Noch im selben Jahr gab Max Henle sein Geschäft auf und arbeitete als Hilfsarbeiter bei der Stadt. Am 15.07.1939 stellte das Ehepaar einen Antrag, emigrieren zu dürfen. Es ist nicht bekannt, warum es nicht zur Ausreise kam, obwohl die Gestapo den Antrag bewilligt hatte. Möglicherweise konnten sie nicht das nötige Geld aufbringen, das zur Zahlung der "Gebühren" nötig war. Im April 1939 versuchte er, in der Bau- und Maschinenschlosserei von Willy Halm, Gerolzhofen Arbeit zu finden. Dies wurde auch vom stellvertretenden Ortsgruppenleiter bewilligt, jedoch letztendlich vom Arbeitsamt Schweinfurt nicht genehmigt, da Juden nur in Gruppen und nicht einzeln beschäftigt werden durften. 1941 wurde Max Henle mit seiner Familie bei dem jüdischen Ehepaar Oskar und Sara Hahn in der Salzstraße 12 zwangseinquartiert, am 25.04.1942 nach Krasniczyn deportiert und dort im Raum Lublin ermordet; zusammen mit Ehefrau Meta und Sohn Paul. Quelle: Seite "Wir wollen uns erinnern", dort angegeben: Stadtarchiv Gerolzhofen, Stadtarchiv Würzburg, Gestapoakte 1050.