Julius Heß wurde am 09.01.1892 in Geroda geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Geroda, Haßfurt, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Hess Samuel (05.10.1863–15.03.1943).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Heß Irma geb. Silbermann.
Sein Kind war Heß Siegbert (23.01.1926–1942).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Julius Heß (auch Jakob genannt) war der Sohn von Samuel Heß, geb. 5.10.1863 in Geroda und Babetta Heß, geborene Schloss. Er nahm am 1. Weltkrieg teil, wurde im September 1915 verwundet und wirkte nach seiner Genesung ab Sommer 1916 bis zum Ende des Krieges als Krankenpfleger. Am 27.10.1919 heiratete er Irma Silbermann, geb. 26.7.1893 in Haßfurt und ließ sich in Haßfurt nieder. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Susi, geb. 20.7.1921 in Haßfurt, der am 15.5.1938 die Auswanderung in die USA gelang, wo sie im Juni 2005 verstarb. Siegbert, geb. 23.1.1926 in Haßfurt, der mit seinen Eltern am 25.4.1942 deportiert wurde. Im Haus seiner Schwiegermutter betrieb Julius Heß ein Textilwarengeschäft, in dem die heiratslustigen Mädchen von Haßfurt und Umgebung ihre Aussteuer kauften, die sie oft in Pfennigbeträgen abstotterten. Im Dezember 1937 wurde er zum Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde gewählt. In der Reichspogromnacht wurde er verhaftet und zwischen dem 24. November und 12. Dezember 1938 im KZ Dachau inhaftiert. Er hatte die Absicht, nach Amerika auszuwandern. Dazu ist es aber nicht mehr gekommen. Julius Heß wurde am 25. April 1942 zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn Siegbert von Würzburg aus nach Krasniczyn im besetzten Polen deportiert und im Raum Lublin ermordet. Quellen: Seite "Wir wollen uns erinnern", dort angegeben: Sammlung Cordula Kappner, Zeil a.M./Staatsarchiv Würzburg.