Siegbert Heß (1926 - 1942)

Siegbert Heß wurde am 23.01.1926 in Haßfurt geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Haßfurt, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Heß Julius (09.01.1892–1942) und Heß Irma geb. Silbermann (26.07.1893–1942).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Siegbert war der Sohn von Julius Heß und Irma Heß, geborene Silbermann. Er hatte noch eine Schwester, Susi, geb. 1921, der am 15.5.1938 die Ausreise in die USA gelang. Dort verstarb sie im Juni 2005. Am 18.5.1939 wurde Siegbert beschuldigt, vom Anwesen der Familie Heß Steine auf einen deutschen Soldaten geworfen zu haben, der im Hofraum des Gasthauses "Zum Bayerischen Hof" gerade mit der Reinigung seiner Waffen beschäftigt war. Das Ganze muss wohl als eine böswillige Denunziation eines übereifrigen Haßfurter Bürgers gesehen werden. Denn im Protokoll der Gendarmeriestation Haßfurt zur Vernehmung des 13-jährigen Jungen und des betreffenden Soldaten (vom 19.5.1939) steht zu lesen, dass nur ein paar Mauerbröckchen in die Nähe des Soldaten gefallen waren, als sich Siegbert aus dem Giebelfenster des elterlichen Hauses gelehnt hatte. Siegbert Hess wurde am 25. April 1942 zusammen mit seinen Eltern von Würzburg aus nach Krasniczyn deportiert und wie alle anderen Menschen dieses Transports spätestens im Herbst 1942 im Raum Lublin ermordet. Quelle: Seite "Wir wollen uns erinnern", dort angegeben: Sammlung Cordula Kappner, Zeil a.M./Staatsarchiv Würzburg.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.