Selma Rosenthal geb. Lonnerstädter (1885 - 1942)

Selma Rosenthal geb. Lonnerstädter wurde am 19.03.1885 in Haßfurt geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Haßfurt, Krasniczyn, Raum Lublin, Pressburg. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Rosenthal Jonas, die Ehe wurde am 1913 in Haßfurt geschlossen.

Ihre Kinder waren Rosenthal Cäcilie (14.05.1921–1942), Rosenthal Therese (22.09.1928–1942) und Rosenthal Karolina (7.10.1922–1942).

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Selma Rosenthal war die Tochter von Hesslein Lonnerstädter, geb. 11.5.1850, gest. 29.9.1924 in Haßfurt, und Rosa Lonnerstädter, geb. Süss, geb. 1.7.1856 in Aschbach, gest. 29.3.1942 in Haßfurt. Sie heiratete am 5.5.1913 in Haßfurt Jonas Rosenthal und zog mit ihm offenbar nach Pressburg. Ihr Mann wurde 1915 zum österreichisch-ungarischen Infanterieregiment eingezogen und geriet im Juli 1916 in russische Gefangenschaft, aus der er erst 1920 entlassen wurde. Um während dieser Zeit nicht allein zu bleiben, zog Selma Rosenthal mit ihrem Sohn Hermann am 20.5.1915 nach Haßfurt, wo ihre Eltern lebten und wo das zweite Kind geboren wurde. Nach der Rückkehr ihres Mannes aus der Gefangenschaft blieb die Familie in Haßfurt. Dort wurden auch die drei jüngeren Kinder geboren. Im November 1938 musste Familie Rosenthal aufgrund der NS-Repressionen ihr Haus verlassen und nach Zwischenaufenthalten in zwei verschiedenen Wohnungen am 3.6.1941 in das Sammelquartier Brückenstr. 3 ziehen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die beiden ältesten Söhne Hermann und Friedel bereits das Land verlassen und waren nach Großbritannien bzw. nach Palästina ausgewandert. Selma Rosenthal wurde mit ihrem Mann, den verbliebenen drei Kindern und ihrer unverheirateten Schwester Flora Lonnerstädter am 25. April 1942 von Würzburg aus nach Krasniczyn deportiert und im Raum Lublin ermordet. Quelle: Seite "Wir wollen uns erinnern", dort angegeben: Sammlung Cordula Kappner, Zeil a.M./Staatsarchiv Würzburg.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.